März 2007


Gestern und heute war ich auf den Informatiktagen, und im Laufe dessen musste ich mir leider etwas eingestehen:

Ich bin koffeinabhängig.

Obwohl ich mir am Freitag mal ein ordentliches Ausschlafen gegönnt hab (~10h), war ich nach zwei Stunden wieder vollständig unbrauchbar (<hier bitte blöden Witz einfügen>).
Und dann hab ich Kaffee getrunken. Das erste Mal seit mindestens 4 Jahren, eher länger. Kann mich nicht erinnern, überhaupt schon mal Kaffee getrunken zu haben, seit ich in Bonn wohne. Das Zeug ist ja auch widerlich.

Sobald ich diese Arbeit hinter mir hab, muss ich was dagegen tun.

Morgen früh ist es soweit. Die erste Vorlesung vom Onkel Mo.

Ich muss gestehen, langsam macht sich eine leichte…nicht Nervosität…aber Spannung breit. Is’ schon ein Unterschied, ob man 30 Minuten Vortrag oder 90 Minuten Vorlesung plus Übung hält.

Ich freu mich drauf.
Und jetzt ab in die Koje. Will ja wenigstens einigermassen frisch wirken.

void Mo::increaseMobility(){
    
    Mo* mo = this;
    Parents* parents = mo->getParents();
    if (getToday() == Date::Monday){
        parents->buyCar(new Car(parents->getNewCarName()));

    }  else if (getToday() == Date::Sunday){
        mo->addCar(parents->getOldCar()); 
        mo->mobility++;

       cout << "Yeah, Baby!" << endl;
   }
}

Ich durfte gestern abend festellen, dass ein gehöriges Schlafdefizit und eine nicht unbeträchtliche Menge Alkohol eine fatale Kombination bei einer Heimfahrt mit dem Zug darstellen.
Nach einer sehr schicken Geburtstagsfeier von Oli und Ioanna setzte ich mich um kurz nach 1 am Kölner Südbahnhof in den Zug, um ungefähr ne Stunde später aufzuwachen, als der Zug gerade aus Rolandseck abfuhr. Bin dann in Oberwinter ausgestiegen. Der Zug war der letzte, und ich ein gutes Stück (drei Stationen) ins falsche Bundesland gefahren.
Ein Blick auf den Fahrplan verriet mir, dass der nächste Zug nach Bonn um vier fahren würde. Ein späterer Blick (und ein Anruf von Astrid) korrigierte mich dann. Es war Sonntag, der nächste Zug würde um 6 fahren.
Und zu allem Übel versagten just in dem Moment, als mir klar wurde, dass ich 4 Stunden werde warten dürfen, die Batterien von meinem Musikabspielgerät.
Di düüüüü.

Nach kurzer Bedenkzeit (dürften etwa 10 Minuten gewesen sein), kam mir der Gedanke, dass ich statt vier Stunden zu warten ja auch laufen könnte. Besser als rumzuhocken. Das stellte sich dann auch als sehr gute Idee heraus, denn nach ca. 2 Minuten kam ich auf die B9, wo ich fröhlich den Daumen raushielt. Das dritte Auto hat dann auch angehalten, und 20 Minuten später war ich zu Hause.

Manchmal kann man Murphy auch ne lange Nase zeigen.

Ich bin heute auf ein Exemplar einer ganz besonderen Spezies gestoßen.

Eine Mutter hat es im Zug geschafft, ihren Kinderwagen so zu plazieren, dass es unmöglich war, daran vorbeizukommen. An sich ja schon blöd, aber noch tolerabel. Allerdings wäre genügend Platz gewesen, den Wagen irgendwie anders hinzustellen. So aber mussten sich tatsächlich 16 Leute (ich hab gezählt) den Platz von einer Sitzreihe und den Raum um die Tür teilen, während der Rest des Zuges so gut wie leer war. Und nein, es war nicht möglich, an einer anderen Tür einzusteigen. Diese Tür war die, die der Treppe am nächsten war, und die Umsteigzeit von der Straßenbahn ist immer recht knapp bemessen. Sämtliche Leute, die durch diese Tür reinkamen, taten das also im Laufschritt. Wieder aus der Tür zu gehen, um dann in einer anderen einzusteigen, hätte bedeutet, sich dem Risiko auszusetzen, dass der Zug ohne einen abfährt.
Ich kann ja noch verstehen, wenn man mal nicht drüber nachdenkt, wie man den Wagen hinstellt (obwohl das wirklich schon sehr dämlich war). Aber spätestens, nachdem die zehnte Person reinkommt, am Wagen vorbei will, und nach 10 Sekunden feststellt, dass das nicht geht (um sich dann halt mit einem Stehplatz zu begnügen), sollte man sich vielleicht überlegen, ob man den Wagen nicht irgendwie anders hinstellen köntne. Der Platz wäre da gewesen.

Ich hab nichts gegen Leute mit Kinderwagen. Nur hat es bis jetzt jede einzelne Person mit einem solchen Gefährt, der ich begegnet bin, geschafft, eben jenes so zu parken, dass es nicht die halbe Bevölkerung zu unnötigen Unannehmlichkeiten gezwungen hätte.

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