März 2009


Viagra-Spam

Das gibt wenigstens Kreativitäts-Punkte. Ja, das ist eine HTML-Tabelle.
 
[Danke an Seb für den Hinweis.]

Man merkt, dass langsam Frühling wird.
Der gesamte Bauteil der Fachhochschule riecht nach Torf/Humus/Rindenmulch oder was auch immer das ist, was das Botanikkommando da in die Beete schüttet.

Die Sprüche von Fußballkommentatoren sind üblicherweise so grausam, dass sich selbst mir als Liebhaber schlechtester Witze der Magen zusammenzieht.

“Heute mach ich nicht so lang. War gestern echt spät genug.”
“Oh ja. Bin auch erst vor ner Stunde aufgestanden.”

“Der Seb sagt gerade, dass sie es nicht bis 9 zum Bahnhof schaffen und irgendwie doch lieber in Bonn bleiben würden.”
“Args. Wir haben gerade Tickets gekauft und abgestempelt.”

“Verehrte Fahrgäste, der Regionalexpress nach Wesel über Köln Hauptbahnhof wird aufgrund polizeilicher Ermittlung voraussichtlich etwa. 25 Minuten später hier eintreffen.”
“Hm. Andererseits…”

“Lass mal Wegbier kaufen”

“Habt ihr hier auch ne Happy Hour?”
“Nein, aber es gibt heute Tequila für einen Euro”

“Der Nilsn kommt auch noch vorbei.”

“Tut mir leid, wir können keine Cocktails mehr machen, weil uns das Eis ausgegangen ist.”

“Hey, der Jan kennt das Blow Up noch nicht!”

“Hm, das mit dem Nachtbus um halb drei wird arg knapp.”
“Halb vier. Willkommen in der Sommerzeit.”
“Dann is jetzt auch egal.”

“Ich hab Hunger. Lass nochmal bei Macces vorbeischauen.”

 
 
 
PS: Damn you, Zeitumstellung!

[Mir ist es zu blöd, mir jedesmal einen Titel für die Büchereinträge auszudenken, also werden sie in Zukunft immer den Titel des Buches tragen. Es sei denn, die Muse kommt vorbei und gibt mir einen langen Zungenkuss.]
 
 
Ohne lange Umschweife also: Sarah Kuttner – Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens

Kuttner Allein diesen Titel find ich schon super. Das Buch ist eine Sammlung von Kolumnen aus der SZ und dem Musikexpress. Die SZ-Kolumnen sind dabei so etwas wie ein Frage-Antwort-Spiel, wobei die Fragen vorher von Lesern per Email gestellt wurden und die Antworten mal ins Absurde abdriften und mal ernst gemeint sind, wobei der Übergang schonmal fließend gerät; während die Musikexpress-Kolumnen sich -wer hätte es gedacht?- um Populärmusik aus der Indie-Ecke drehen.

Zwischen allerlei mehr-oder-weniger-Belanglosigkeiten sind hin und wieder einige unterstützenswerte Ansichten sowie toll zitierfähige Sätze eingestreut. Mein Favorit:

Sushi ist okay, aber der LKW-Fahrer in mir versteht unter einer gehaltvollen Mahlzeit etwas, von dem Dampf aufsteigt mit Fleisch dran.

Nette Klolektüre, wenn man dem Stil der Madame Kuttner nicht abgeneigt ist. Und bevor jemand was sagt: Klolektüre deshalb, weil die einzelnen Kolumnen etwa die Länge einer Sitzung haben, und sich nicht gerade sowas wie ein Spannungsbogen durch das Buch zieht. Ist schließlich eine Kolumnensammlung und kein Roman.
Die Kolumen sind allerdings alle ziemlich tagesaktuell. Nur leider sind die Tage, um die es geht, es nicht mehr.

Die SZ-Kolumen (oder einen Teil davon) hab ich eben zufällig im Internet in einem Chat Forum entdeckt. Wer also mal reinlesen möchter: hier.

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