Augenscheinlich


Meine werte Frau Mutter ist kürzlich 60 geworden. Da ein so hübscher Rundsummengeburtstag ja etwas nicht ganz alltägliches ist, schickt es sich natürlich an, etwas ähnlich außergewöhnliches zu schenken.
 
Ein wenig hier überlegt, ein wenig da überlegt, und sich irgendwann erinnert, dass man doch mal irgendwann im Internet über ein Projekt namens YoungMeNowMe gestolpert ist. Die Idee davon ist einfach: man nehme ein Kinderfoto von sich, und versuche es möglichst originalgetreu nachzustellen.
 
Und das haben wir dann mal gemacht.
Stundenlang (und unentdeckt) durch alte Fotos wühlen, nebenbei einen kleinen Nostalgieflash kriegen, das ganze auf ein paar wenige gute (und am besten wohlbekannte) Motive reduzieren, alles einscannen, und sich dann noch mit fünf Leuten auf vier Bilder einigen.
Dann Termin finden, Requisiten organisieren, Klamotten finden, sich treffen und einen Spiegel, ein Stativ, eine anständige Menge Zeit und eine gehörige Portion Perfektionismus mitbringen.
 
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denke ich:
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Gestern abend hat der gute Pedda seine Geburtstagsschrägstricheinweihungsfeier in der ehemaligen Casa del Olli gegeben.
Eine wunderbare Feier, auf der man nette neue Leute und seltsame dänische Cocktails namens Brannbil (riecht wie Jägermeister, schmeckt wie Almdudler) kennenlernen durfte. Eine von diesen Feiern, bei denen man sich herrlich amüsiert und irgendwann durch einen Blick auf die Uhr feststellt, dass es bereits vier Uhr morgens ist, und man sich mal nicht mehr ganz so langsam aufmachen sollte, um den letzten Nachtbus zu erwischen.

Um vom Peter nach Hause zu kommen, muss ich erst von der falschen Rheinseite zum Hauptbahnhof fahren, um da in den Nachtbus Richtung Süden umzusteigen. Wenn der Bus aus Beuel (ersterer) früh da ist, kann man sogar mit ein wenig Glück den Zug aus Köln Richtung Koblenz erwischen; etwas, das mir gute 15 Minuten auf dem Heimweg spart, wenn es denn klappt. (more…)

Irgendwann in den 70er oder 80er Jahren ist jemand auf die durchaus großartige Idee gekommen, in der Bonner Altstadt (die nur so genannt wird, aber eigentlich keine Altstadt ist), genauer gesagt in Heerstraße und Breite Straße japanische Kirschbäume zu pflanzen. Und nicht nur zwei, drei, sondern so viele, wie hingepasst haben.
Das hat den Effekt, dass jedes Jahr im Frühjahr diese beiden Straßen zwei, drei Wochen lang in Rosa explodieren.

Das ist ein wirklich schöner Anblick, und ich möchte schon seit Jahr und Tag mal Fotos davon machen.
Heute hat sich dann tatsächlich durch eine glückliche Konstellation der Sterne (oder so ähnlich) die dafür nötige Kombination von freier Zeit, tollem Wetter und richitgem Zeitpunkt ergeben, so dass ich mich mit meiner Kamera auf die Socken gemacht hab (nachdem sich die üblichen verdächtigen zum Katerbrunch im Café Blau getroffen und danach auf die Wiese am Alten Zoll gelegt haben, wo uns auch prompt diverse Menschen über den Weg gelaufen sind).

Mit den Ergebnissen bin ich doch recht zufrieden.
 




Das einzige, was wirklich schönen Bildern oft dabei im Wege steht, sind Autos, die irgendwo quer parken. Und die ganzen Fotografen, die mitten auf der Straße stehen.


Wintermorgen

 

Ich bin ein Berliner

 

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