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	<title>Synapsensalat &#187; Auslese</title>
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	<description>Onkel Mo und sein gesteigerter Mitteilungsbedarf</description>
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		<title>Literaturm 2009</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 17:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslese]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neues Jahr ist angebrochen, es ist also wieder an der Zeit, die literarische Verköstigung des letzten Jahres auf einen Stapel zu packen und zu fotografieren: &#160; &#160; Ich habe es leider nicht geschafft, alle Bücher zu lesen, die ich mir hab schenken lassenn oder ausgeliehen habe, aber das war ja auch ein sehr ambitioniertes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein neues Jahr ist angebrochen, es ist also wieder an der Zeit, die literarische Verköstigung des letzten Jahres auf einen Stapel zu packen und zu fotografieren:<br />
&nbsp;<br />
<center><a href="http://www.onkel-mo.de/images/literaturm_09.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/literaturm_09_klein.jpg" style="border: 1px solid black;" alt="Literaturm" /></a></center><br />
&nbsp;<br />
Ich habe es leider nicht geschafft, alle Bücher zu lesen, die ich mir <a href="http://blog.onkel-mo.de/2009/03/mach-neu/">hab schenken lassen</a>n oder ausgeliehen habe, aber das war ja auch ein sehr ambitioniertes Unterfangen. Der Vorrat dürfte noch gut bis weit ins frisch angefangen Jahr reichen.<br />
&nbsp;<br />
<span style="font-size: 0.8em; font-style: italic;">(<a href="http://blog.onkel-mo.de/2009/01/literaturm/">2008 hier</a>)</span><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Terry Pratchett &#8211; Nation</title>
		<link>http://blog.onkel-mo.de/2009/10/terry-pratchett-nation/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 18:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslese]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ein großer Fan von Terry Pratchett. Terry Pratchett in Originalsprache, um genau zu sein; die Übersetzungen lassen doch gerne etwas zu wünschen übrig. Was nicht heißt, dass die Bücher auf Deutsch nicht lustig wären, sie sind nur auf Englisch noch lustiger (entsprechende Kenntnis vor allem von Sprichwörtern etc. natürlich vorausgesetzt). Wie schon herauszulesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.onkel-mo.de/images/cover/Terry_Pratchett_Nation.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/cover/Terry_Pratchett_Nation_thm.jpg" alt="Nagel" style="float: left; margin-right: 10px; margin-top: 5px" /></a>Ich bin ein großer Fan von Terry Pratchett. Terry Pratchett in Originalsprache, um genau zu sein; die Übersetzungen lassen doch gerne etwas zu wünschen übrig. Was nicht heißt, dass die Bücher auf Deutsch nicht lustig wären, sie sind nur auf Englisch <u>noch</u> lustiger (entsprechende Kenntnis vor allem von Sprichwörtern etc. natürlich vorausgesetzt).</p>
<p>Wie schon herauszulesen ist: Pratchett schreibt witzige Bücher. Fast alle davon spielen in einer fiktiven Welt (der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scheibenwelt">Scheibenwelt</a>) und sind durchaus im Fantasy-Genre anzusiedeln.<br />
Nation ist anders. Zum Einen spielt es im Grunde auf der Erde. Aber nur im Grunde, einige Dinge sind sehr verschieden, man kann es im Grunde als &#8220;Parallelwelt&#8221; betrachten.<br />
Zum Anderen ist das Buch (gewolltermaßen) nicht so witzig wie die Scheibenwelt-Romane. Der Schreibstil ist zwar nach wie vor sehr kurzweilig, aber Momente zum laut Auflachen gibt es nicht.<br />
Was nicht heißt, dass das Buch schlecht wäre. Ganz im Gegenteil, es ist großartig. Ich habe es verschlungen.</p>
<p>Die Geschichte spielt auf einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mikronesien">mikronesischen</a> Insel im Pazifik (bzw. im <em>Great Southern Pelagic Ocean</em>) im Jahr 1870. Es geht um einen 14-jährigen Inselbewohner, der gerade seine Reifeprüfung bestanden hat, indem er 14 Tage allein auf einer Inseln überlebt hat. Während er auf dem Weg zurück zu seiner Heimatinsel und seinem Volk (der <em>Nation</em>) ist, bricht ein Vulkan aus, der einen Tsunami auslöst. Er überlebt den Tsunami, ist aber der einzige seines Volkes, wie er bei Ankunft auf der Insel feststellen muss.<br />
Nach und nach treffen Überlebende anderer Inselvölker ein, und er als (jetzt) Stammesältester ist nun dafür verantwortlich, sein Volk wieder aufzubauen.<br />
Gleichzeitig strandet ein gleichaltriges adliges englisches Mädchen auf der Insel, das ihm bei seiner Aufgabe hilft. Nachdem sie gelernt haben, zu kommunizieren.<br />
<em>(Mehr wird nicht verraten, ist ja keine Kinovorschau hier.)</em><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Wie an der Beschreibung wohl schon zu merken ist, ist <em>Nation</em> eigentlich ein Jugendbuch. Aber das heißt ja nicht, das es nicht spannend wäre und vor allem nicht, dass ich es nicht lesen würde.</p>
<p>Es ist durchaus interessant, mal etwas anderes von Pratchett zu lesen. Kann ich nur empfehlen.</p>
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		<title>Stefan Bonner und Anne Weiss &#8211; Generation Doof</title>
		<link>http://blog.onkel-mo.de/2009/07/stefan-bonner-und-anne-weiss-generation-doof/</link>
		<comments>http://blog.onkel-mo.de/2009/07/stefan-bonner-und-anne-weiss-generation-doof/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 18:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslese]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Abhandlung über den jüngeren Teil der Bevölkerung, ihre Fehler, deren Ursachen und Lösungsansätze dafür. Ich habe im Vorfeld viel Gutes und noch mehr Schlechtes über dieses Buch gehört. Und ich kann mich ersterem mehr, letzterem weniger anschließen. Das Buch ist in vier Kapitel unterteilt, die sich mit den Bereichen Bildung, Beruf, Liebe und Erziehung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.onkel-mo.de/images/cover/generation_doof.jpg" class="highslide"  onclick="return hs.expand(this, {captionId: 'caption-for-P8220'})"> <img src="http://www.onkel-mo.de/images/cover/generation_doof_thm.jpg" alt="alt" border="0" id="P8220" title="alt" style="float: left; margin-right: 10px; margin-top: 5px"/></a>Eine Abhandlung über den jüngeren Teil der Bevölkerung, ihre Fehler, deren Ursachen und Lösungsansätze dafür. Ich habe im Vorfeld viel Gutes und noch mehr Schlechtes über dieses Buch gehört. Und ich kann mich ersterem mehr, letzterem weniger anschließen.<br />
Das Buch ist in vier Kapitel unterteilt, die sich mit den Bereichen Bildung, Beruf, Liebe und Erziehung auseinandersetzen, und die jeweils in sich abgeschlossen sind, wobei am Ende eines jeden Kapitels Ideen und Ansätze für Wege aus der Misere gegeben werden.</p>
<p>Im Grunde ist das Buch eine einigermaßen kurzweilig geschriebene Analyse der &#8220;Generation Doof&#8221;, unter der die Autoren alles zwischen 15 und 45 stecken, für die Bildung, Eigeninitiative und Verantwortung zu vermeidenswerten Eigenschaften zählen. Hier setzt auch ein erster Kritikpunkt meinerseits an: die Autoren zählen sich dazu. Allerdings fällt bei der Lektüre auf, dass sie eben doch die genannten Eigenschaften besitzen, wodurch dieses sich-dazu-zählen, zwischendurch immer mal wieder betont, auf mich sehr gewollt bis rechtfertigend wird (&#8220;wir gehören dazu, also dürfen wir auch darüber schreiben.&#8221;).<br />
Was allerdings im Grunde nur ein kleiner Punkt ist: im Großen und Ganzen ist das Buch wirklich gut durchdacht. Es wird treffend analysiert und vor allem recht unvoreingenommen mehrere Seiten eines Themas aufgezeigt. So wird zum Beispiel für Lehrer (und Erzieher, Tagesmütter etc.) mehr als nur eine Lanze gebrochen, ohne es zu unterlassen, tatsächlich bestehende Missstände aufzuzeigen, gepaart mit wirklich sinnvollen Lösungsansätzen. Ich als Lehrerkind (und bis vor Kurzem selbst Lehrender) bin in den entsprechenden Abschnitten aus dem innerlichen Kopfnicken nicht mehr herausgekommen.<br />
Von diesen Stellen gibt es mehrere, und das ist es, wie das Buch mich letztendlich für sich gewonnen hat.</p>
<p>Eine klare Kritik, die eine wirkliche Begeisterung für das Buch dann doch verhindert, ist allerdings der Schreibstil. Nüchtern betrachtet ist das ein Sachbuch, was ein bisschen einen wirklich fesselnden Lesefluss verhindert. Soweit ist das ja noch nicht schlimm; ich erwarte von einem Sachbuch auch keinen Spannungsbogen, <a href="http://blog.onkel-mo.de/2009/06/dramaturgie-am-falschen-platz/">im Gegenteil</a>. Allerdings versuchen die Autoren, die an sich trockene Thematik durch einen witzigen Schreibstil  aufzulockern, wahrscheinlich nach Vorbild einiger damit erfolgreicher Autoren wie z.B. des Herrn Nuhr auf seiner Suche nach intelligentem Leben oder des Herren zu Hirschhausen und seiner wachsenden Leber. Leider schießen sie damit mehr als nur ein bisschen übers Ziel hinaus, so dass es passagenweise einfach zu gewollt witzig erscheint. Man muss nicht alle drei Sätze ein Wortspiel oder eine tolle neue Formulierung einbauen.</p>
<p>Trotzdem kann ich empfehlen, das Buch zu lesen. Im Großen und Ganzen ist es nunmal immer noch kurzweilig, und der Inhalt ist wirklich gut.</p>
<p>

			    <a href="null" class="highslide"  onclick="return hs.expand(this, {captionId: 'caption-for-P8080'})"> 
                <img src="null" alt="null" border="0" id="P8080" title="null" /></a> 
				

</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Cormac McCarthy &#8211; The Road</title>
		<link>http://blog.onkel-mo.de/2009/06/cormac-mccarthy-the-road/</link>
		<comments>http://blog.onkel-mo.de/2009/06/cormac-mccarthy-the-road/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 17:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslese]]></category>

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		<description><![CDATA[The Road ist ein Endzeitroman, in dem ein Mann und sein Sohn mit einem Einkaufswagen durch ein abgebranntes Amerika, in dem die Sonne den ascheverhangenen Himmel kaum durchdringen kann und alles von Asche bedeckt ist, versuchen, die Küste zu erreichen. &#160; Warum das Land bzw. anscheinend die komplette Welt abgebrannt ist, wird nicht erwähnt, stattdessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.onkel-mo.de/images/cover/the_road.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/cover/the_road_thm.jpg" alt="Nagel" style="float: left; margin-right: 10px; margin-top: 5px" /></a><em>The Road</em> ist ein Endzeitroman, in dem ein Mann und sein Sohn mit einem Einkaufswagen durch ein abgebranntes Amerika, in dem die Sonne den ascheverhangenen Himmel kaum durchdringen kann und alles von Asche bedeckt ist, versuchen, die Küste zu erreichen.<br />
&nbsp;<br />
<em>Warum</em> das Land bzw. anscheinend die komplette Welt abgebrannt ist, wird nicht erwähnt, stattdessen wird die Geschichte so erzählt, als sei das Wissen darüber vorher bekannt. Was passiert ist, erschließt sich schemenhaft im Laufe des Buches; ganz klar wird es allerdings nie. Offensichtlich hält dieser Zustand aber schon deutlich über ein Jahrzehnt an.<br />
Wer der Mann und sein Sohn sind, wird nie erzählt,es wird nur von &#8220;he&#8221; und &#8220;the boy&#8221; gesprochen. Überhaupt werden sehr viele Pronomen und Adjektive verwendet; Interpunktion und Nebensätze hingegen spärlich. Oft befindet sich zwischen zwei Punkten noch nicht mal ein vollständiger Satz, insbesondere,wenn die Umgebung beschrieben wird. Was ziemlich häufig passiert.</p>
<blockquote><p>
He lay listening to the water drip in the woods. Bedrock, this. The cold and the silence. The ashes of the late world carried on the bleak and temporal winds to and fro in the void. Carried forth and scattered and carried forth again. Everything uncoupled from its shoring. Unsupported in the ashen air. Sustained by a breath, trembling and brief. If only my heart were stone.
</p></blockquote>
<blockquote><p>
In the morning they went on. Desolate country. A boarhide nailed to a barndoor. Ratty. Wisp of a tail. Inside the barn three bodies hanging from the rafters, dried and dusty among the wan slats of light. There could be something here, the boy said. There could be some corn or something. Let&#8217;s go, the man said.</p></blockquote>
<p>Wie zu sehen ist, wird wörtliche Rede überhaupt nicht gekennzeichnet, was es gelegentlich schwer macht, Dialogen zu folgen, oder Gedachtes von Gesagtem zu unterscheiden.<br />
Auch mit Kapiteln wird gespart. Es gibt schlicht und einfach keine. Die Geschichte ist in kleinen bis mittellangen Absätzen geschrieben, zwischen denen mal Minuten, mal Tage Erzählzeit liegen können. Dieser Stil macht es zwar nicht einfach, einen Punkt zum Aufhören und Buch weglegen zu finden; passt aber sehr gut zur Handlung. Die Geschichte geht immer weiter voran, genau wie die beiden Protagonisten.<br />
Das Tempo der Geschichte ist sehr langsam, was ebenfalls dem Inhalt durchaus gerecht wird. Ich habe mich anfang mehrfach gefragt, wann denn endlich etwas passiert.<br />
&nbsp;<br />
Dieser Schreibstil, aber auch die verwendete Sprache machen das Buch relativ schwierig zu lesen (zumindest, bis man sich daran gewöhnt hat), insbesondere, wenn man es in Englisch liest. Selbst für mich als jemand, der diese Sprache ausgesprochen gut beherrscht, hält das Buch noch neue Wörter bereit. <img src='http://blog.onkel-mo.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  &nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<strong>Achtung Spoiler:</strong> im nächsten Absatz verrate ich etwas über das Ende. Wer dammit leben kann, etwas darüber erzählt zu bekommen, markiere einfach den Text in der Box. Der Rest lese einfach drunter weiter.</p>
<div style="background: white; border: 1px solid black; margin-top: 20px; margin-bottom: 20px; padding: 3px;">
<span style="color: white;">Das Ende fand ich leider etwas unbefriedigend. Einige Dinge, die während der Reise ständig angesprochen werden (&#8220;We are carrying the fire&#8221;; Was erhoffen sie sich von der Küste? etc.) bleiben völlig offen. Auch bin ich nicht so sehr der Freund von offenen Enden, aber hier passt es ja auch zur Geschichte.</span></div>
<p>Trotz der Schwierigkeit des Textes halte ich <em>The Road</em> für ein außergewöhnliches und gutes Buch. Niveauvolle Unterhaltung.<br />
Der Autor hat übrigens auch <em>No Country for Old Men</em> geschrieben. Wer das gelesen (oder den Film dazu gesehen) hat, sollte sich also Tempo und Dialogreichtum des Buches vorstellen können.<br />
&nbsp;<br />
Wird übrigens momentan auch verfilmt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ray Bradbury &#8211; Fahrenheit 451</title>
		<link>http://blog.onkel-mo.de/2009/06/ray-bradbury-fahrenheit-451/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 21:01:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslese]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Klassiker, der einigen bestimmt aus dem Oberstufenenglischkurs bekannt sein dürfte, sich bisher aber erfolgreich vor mir versteckt hat. Hatte. [Achtung, Spoiler] Bradbury beschreibt eine Dystopie, in der die Regierung die Bevölkerung meinungslos hält, indem sie dafür sorgt, dass sämtliche Bücher und Zeitungen verboten und nach Möglichkeit vernichtet sind. Die Bevölkerung wird durch Werbedauerberieselung (schön [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.onkel-mo.de/images/cover/fahrenheit451.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/cover/fahrenheit451_thm.jpg" alt="Fahrenheit 451" style="float: left; margin-right: 10px; margin-top: 5px" /></a> Ein Klassiker, der einigen bestimmt aus dem Oberstufenenglischkurs bekannt sein dürfte, sich bisher aber erfolgreich vor mir versteckt hat. Hatte.<br />
<em>[Achtung, Spoiler]</em><br />
Bradbury beschreibt eine Dystopie, in der die Regierung die Bevölkerung meinungslos hält, indem sie dafür sorgt, dass sämtliche Bücher und Zeitungen verboten und nach Möglichkeit vernichtet sind. Die Bevölkerung wird durch Werbedauerberieselung (schön genau &#8220;vorhergesagt&#8221;) und sogenannte &#8220;Parlours&#8221;, ein Raum voller Monitore, die Telekonferenzen simulieren und in denen die Leute stundenlang hocken (hallo Chaträume) dumm und zufrieden gehalten.<br />
&nbsp;<br />
Montag, die Hauptfigur (ein selten dämlicher Name), ist &#8220;Fireman&#8221;, was so viel bedeutet, dass er Häuser abfackelt, in denen jemand Bücher gehortet hat. Irgendwann fängt er an, sich zu fragen, ob er das richtige tut, einerseits angestachelt vom geheimnisvollen (<em>uuuh</em>) Nachbarschaftsmädchen Clarisse (eine Figur, die ich nicht ganz verstanden habe), andererseits dadurch, dass er ein Haus niederbrennen muss, dessen alte Bewohnerin sich weigert, zu gehen (bei der Gelegenheit sackt er heimlich ein Buch ein).<br />
Er fängt irgendwann an, durchzudrehen, wird verraten und flieht, und wird schließlich von einer Gruppe Abtrünniger aufgenommen. Ach ja, die ganze Zeit über bricht übrigens ein Krieg aus, welcher die Bevölkerung nicht interessiert, bis sie schließlich plattgemacht wird.</p>
<p>Das Buch is angenehm zu lesen und spannend geschrieben. Schadet nicht, es mal gelesen zu haben.<br />
Allerdings sind mir so ein paar Dinge nicht ganz grün: </p>
<ul>
<li>Wenn Bücher bäh sind, wie lernen die Leute dann lesen (denn das tun sie)?</li>
<li>Clarisse passt mir irgendwie nicht, weil sie zu kryptisch ist, und aus der Geschichte entfernt wird wie ein unliebsamer Schauspieler aus einer Seifenoper.</li>
<li>Montags Nervenzusammenbruch ist mir etwas zu übertrieben (aber nichtsdestotrotz gut geschrieben).</li>
<li>Das Ende ist mir zu offen.</li>
</ul>
<p>Trotzdem ein gutes Buch.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Die gute Eva hat mir das übrigens stilgerecht als Reclam-Heftchen geschenkt. Mit Vokabeln unten auf der Seite.<br />
Ich konnte mich beim Lesen natürlich nicht zurückhalten, zu gucken, welche Vokabeln denn da gegeben werden. Leider stört das ein wenig beim Lesen, weil man teilweise durch die Vokabeln vorgreift und zusätzlich aus dem Lesefluss herauskommt.<br />
Die Auswahl der Vokabeln fand ich nebenbei auch befremdlich. Neben manchen durchaus sinnvollerweise angegebenen Wörtern waren nämlich oft auch solche dabei, die ich als eher trivial bis sollte-man-wissen ansehen würde, während andere wesentlich ungewöhnlichere Worte nicht erklärt wurden.<br />
Seltsam.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nagel &#8211; Wo die wilden Maden graben</title>
		<link>http://blog.onkel-mo.de/2009/05/nagel-wo-die-wilden-maden-graben/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 17:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslese]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sänger von Muff Potter hat ein Buch geschrieben, halb Roman, halb Autobiografie, in dem es um den Gegensatz zwischen dem Leben auf Tour und der Ödnis zuhause geht. &#160; Die Handlung des &#8220;Tourteils&#8221; findet innerhalb von vier Wochen statt, vom ersten bis zum letzten Tag einer Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.onkel-mo.de/images/cover/maden_cover.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/cover/maden_cover_thm.jpg" alt="Nagel" style="float: left; margin-right: 10px; margin-top: 5px" /></a>Der Sänger von Muff Potter hat ein Buch geschrieben, halb Roman, halb Autobiografie, in dem es um den Gegensatz zwischen dem Leben auf Tour und der Ödnis zuhause geht.<br />
&nbsp;<br />
Die Handlung des &#8220;Tourteils&#8221; findet innerhalb von vier Wochen statt, vom ersten bis zum letzten Tag einer Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die ungenannte Band, um die es geht, hat durchaus Ähnlichkeiten mit der von mir sehr geschätzten Band das Autors, ist aber fiktiv. Der ebenso ungenannte Protagonist erzählt in der ersten Person.<br />
Dieser Teil liest sich recht lustig; es geht halt um die Dinge, die man als Band während einer Tour erlebt und wie man sich nach ein paar Wochen auf engstem Raum auf die Nerven gehen kann.</p>
<blockquote><p>
Es waren hauptsächlich Studenten anwesend. Studenten, die aussahen wie Studenten und Studenten, die aussahen wie Studenten, die auf keinen Fall wie Studenten aussehen wollen.</p></blockquote>
<p>Der &#8220;Heimatteil&#8221; ist davon völlig unterschiedlich. Er bietet keine zusammenhängende Geschichte, sondern eher Momentaufnahmen und kleine Einblicke in den Alltag &#8220;zuhause&#8221;, offensichtlich verstreut über mehrere Jahre. Diese Unterschiedlichkeit wird nochmal dadurch betont, dass zum einen eine völlig andere Schriftart verwendet wird, zum anderen statt im Blocksatz linksbündig gedruckt ist. Vor allem aber, weil die Erzählperspektive auf einmal in die zweite Person wechselt.<br />
Dieser Teil ist auch wesentlich weniger lustig zu lesen, die Grundstimmung ist eher negativ bis anstrengend.</p>
<blockquote><p>Dann fängst du an, mit dir selbst zu reden. &#8220;Schnauze&#8221;, sagst du, wieder und wieder. Fernseher an, &#8220;Schnauze, Arschgeburt&#8221;, Fernseher aus. Du singst Melodien von bekannten Songs mit einem einzigen Wort nach: Schnauze. Schnauze Schnauze Schnauze.</p></blockquote>
<p>Die beiden Teile folgen nicht aufeinander, sondern sind ineinander verwoben, wobei die Abschnitte des &#8220;Heimatteils&#8221; meist zu gerade im &#8220;Tourteil&#8221; gesagtem passen und wie Rückblenden wirken.<br />
&nbsp;<br />
Insgesamt ein sehr gut lesbares, interessantes und teilweise lustiges Buch, insbesondere wenn man -wie ich- eine gewisse Musiknerdigkeit vorweisen kann.<br />
Sehr zu empfehlen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens</title>
		<link>http://blog.onkel-mo.de/2009/03/das-oblatendunne-eis-des-halben-zweidrittelwissens/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 14:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslese]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.onkel-mo.de/?p=559</guid>
		<description><![CDATA[[Mir ist es zu blöd, mir jedesmal einen Titel für die Büchereinträge auszudenken, also werden sie in Zukunft immer den Titel des Buches tragen. Es sei denn, die Muse kommt vorbei und gibt mir einen langen Zungenkuss.] &#160; &#160; Ohne lange Umschweife also: Sarah Kuttner &#8211; Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens Allein diesen Titel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>[Mir ist es zu blöd, mir jedesmal einen Titel für die Büchereinträge auszudenken, also werden sie in Zukunft immer den Titel des Buches tragen. Es sei denn, die Muse kommt vorbei und gibt mir einen langen Zungenkuss.]</em><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Ohne lange Umschweife also: <em>Sarah Kuttner &#8211; Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens</em></p>
<div class="buchlaber" style="clear: left; margin-bottom: 10px">
<a href="http://www.onkel-mo.de/images/cover/kuttner.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/cover/kuttner_thm.jpg" alt="Kuttner" style="float: left; margin-right: 10px; margin-top: 5px" /></a> Allein diesen Titel find ich schon super. Das Buch ist eine Sammlung von Kolumnen aus der SZ und dem Musikexpress. Die SZ-Kolumnen sind dabei so etwas wie ein Frage-Antwort-Spiel, wobei die Fragen vorher von Lesern per Email gestellt wurden und die Antworten mal ins Absurde abdriften und mal ernst gemeint sind, wobei der Übergang schonmal fließend gerät; während die Musikexpress-Kolumnen sich -wer hätte es gedacht?- um Populärmusik aus der Indie-Ecke drehen.
</div>
<p>Zwischen allerlei mehr-oder-weniger-Belanglosigkeiten sind hin und wieder einige unterstützenswerte Ansichten sowie toll zitierfähige Sätze eingestreut. Mein Favorit:</p>
<blockquote><p>
Sushi ist okay, aber der LKW-Fahrer in mir versteht unter einer gehaltvollen Mahlzeit etwas, von dem Dampf aufsteigt mit Fleisch dran.</p></blockquote>
<p>Nette Klolektüre, wenn man dem Stil der Madame Kuttner nicht abgeneigt ist. Und bevor jemand was sagt: Klolektüre deshalb, weil die einzelnen Kolumnen etwa die Länge einer Sitzung haben, und sich nicht gerade sowas wie ein Spannungsbogen durch das Buch zieht. Ist schließlich eine Kolumnensammlung und kein Roman.<br />
Die Kolumen sind allerdings alle ziemlich tagesaktuell. Nur leider sind die Tage, um die es geht, es nicht mehr.</p>
<p><em>Die SZ-Kolumen (oder einen Teil davon) hab ich eben zufällig im Internet in einem <strike>Chat</strike> Forum entdeckt. Wer also mal reinlesen möchter: <a href="http://www.tv-community.de/sarah-kuttner-die-show-t1477,start,44.html">hier</a>.</em></p>
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		<title>Interessante Geschichten eines interessanten Mannes</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 22:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslese]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie gestern schon geschrieben, hab ich neuerdings einen ganzen Haufen Bücher, den es noch zu lesen gilt. Mit den Büchern, die ich von meinen Eltern und Schwestern entführt habe, denen, die ich zu Weihnachten bekommen habe, und denen, die ich letztens ertauscht hab, sollte das auf gute 40 kommen, die ich noch vor mir hab. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://blog.onkel-mo.de/2009/03/mach-neu/">gestern schon geschrieben</a>, hab ich neuerdings einen ganzen Haufen Bücher, den es noch zu lesen gilt. Mit den Büchern, die ich von meinen Eltern und Schwestern entführt habe, denen, die ich zu Weihnachten bekommen habe, und denen, die ich <a href="http://blog.onkel-mo.de/2009/02/bargeldfrei/">letztens ertauscht hab</a>, sollte das auf gute 40 kommen, die ich noch vor mir hab. Aber gut, das Jahr hat ja auch noch 41 Wochen. <img src='http://blog.onkel-mo.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Und wenn ich schon so viel lesen werde, ist es eigentlich eine gute Idee, auch etwas über die gelesenen Bücher zu schreiben (so, wie ich das seit langem auch schon wieder für Musik tun will. Ähem.). Ich zumindest finde die Idee gut, und das muss reichen. Bin ja schließlich der Diktator hier<a title="Naja, eher der Schreiberling, um genau zu sein. Aber diktieren wäre schon toll.">*</a>.<br />
&nbsp;</p>
<hr />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<div class="buchlaber" style="clear: left; margin-bottom: 10px">
<a href="http://www.onkel-mo.de/images/cover/feynman.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/cover/feynman_thm.jpg" alt="Feynman" style="float: left; margin-right: 10px; margin-top: 5px" /></a> Den Anfang macht <em>&#8220;Surely You&#8217;re Joking, Mr. Feynman&#8221; (Adventures of a Curious Character)</em>, die Autobiographie von Richard P. Feynman**.<br />
Feynman war ein amerikanischer Wissenschaftler, Physik-Professor, Nobelpreisträger und vor allem ein großartiger Geschichtenerzähler. Die Biographie is wirklich toll zu lesen, schon allein, weil dieser Mann zum einen ständig irgendwelchen Blödsinn gebaut hat (und sich zum Beispiel dran erinnern musste, dass er als frischgebackener Professor eine gewisse Würde an den Tag legen sollte und es deswegen eine schlechte Idee sein könnte, auf dem Sofa in der Unilobby zu nächtigen), zum anderen, weil er sehr viele verschiedene Dinge ausprobiert hat.<br />
Dabei hat er eine sehr unterhaltsame Art, zu erzählen; voller Witz und Selbstironie, immer mit einer gewissen Portion Pragmatismus.
</div>
<p>Im Buch erzählt er unter Anderem davon, wie er als Grad Student einen Vortrag halten sollte, und auf einmal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Norris_Russell">Henry Norris Russell</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_von_Neumann">John von Neumann</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Pauli">Wolfgang Pauli</a> und Albert Einstein im Publikum saßen, wie er am Manhattanprojekt teilnahm und sich dort u.A. einen Ruf als Safeknacker erwarb, über seinen Aufenthalt ein Brasilien, bei dem er  wichtiges Mitglied einer Sambatruppe wurde, einen erfolgreichen Abstecher in die Malerei,seine Trips nach Las Vegas (weil es da unglaublich billig ist, wenn man nicht spielt, und man ständig schöne Frauen um sich rum hat) und seine Experimente mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Floating">Halluzinationen im Floating-Tank</a>.<br />
Das letzte Kapitel des Buches ist seine Rede zu <a href="http://wwwcdf.pd.infn.it/~loreti/science.html">Cargo Cult Science</a>, mein liebster Text von ihm, und der, über den ich überhaupt auf ihn gestoßen bin. Ein Text, den meiner Meinung nach jeder, der irgendwo im wissenschaftlichen Umfeld tätig ist, mal gelesen haben sollte.<br />
Wichtigstes Zitat daraus:</p>
<blockquote><p>The first principle is that you must not fool yourself &#8212; and you are the easiest person to fool. So you have to be very careful about that. After you&#8217;ve not fooled yourself, it&#8217;s easy not to fool other scientists. You just have to be honest in a conventional way after that. </p></blockquote>
<p>&nbsp;<br />
Große Unterhaltung für jeden, der etwas für Wissenschaft übrig hat; insbesondere aber für solche, die eine gewisse Geekigkeit im mathematik- oder physikaffinenen Bereichen nicht ganz abstreiten können.<br />
Anders ausgedrückt: wer über <a href="http://xkcd.com">xkcd</a> lachen kann, wird auch bei dem Buch auf seine Kosten kommen.</p>
<p><span style="font-size: 0.8em; font-style: italic">** Eigentlich stimmt das nicht, vor einem Monat hat <a href="http://blog.onkel-mo.de/2009/02/faustdick/">Faust</a> schon den Anfang gemacht. Aber wir wollen ja nicht kleinlich sein.</span></p>
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		<title>Faustkampf</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 23:15:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslese]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe vor nicht mehr ganz so Kurzem begonnen, den Faust zu lesen; einerseits weil ich den Willen habe, einige Klassiker, die mich während meiner Schulzeit erfolgreich gemieden haben, mal in meinen Bildungshorizont zu holen, andererseits weil ich ein Buch von Terry Pratchett hier liegen hatte, dass auf den Titel &#8220;Faust Eric&#8221; hört und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe vor nicht mehr ganz so Kurzem begonnen, den Faust zu lesen; einerseits weil ich den Willen habe, einige Klassiker, die mich während meiner Schulzeit erfolgreich gemieden haben, mal in meinen Bildungshorizont zu holen, andererseits weil ich ein Buch von Terry Pratchett hier liegen hatte, dass auf den Titel <em>&#8220;<strike>Faust</strike> Eric&#8221;</em> hört und ich mir dachte, dass der darin enthaltene Humor sich bestimmt wesentlich besser erschließe, wenn man eben jenen Durchgestrichenen vorher gesichtet hätte (ist nicht nötig, by the way).*<br />
Der erste Teil vom Faust ist auch wirklich toll; kurzweilig und schlüssig. Besonders erfreut mich dabei als Sprachliebhaber, dass die Komplexität der Reimstruktur offensichtlich Bildungsstand und Charakter des jeweiligen Sprechers widerspiegelt. Ganz großes Kino.<br />
Außerdem ist es beeindruckend zu sehen, <em>wie</em> viele Redensarten diesem Stück entstammen.</p>
<p>Aber der zweite Teil&#8230;<span id="more-424"></span><br />
Der fängt schon einigermaßen seltsam, aber wenigstens verständlich an. Dann kommt der Maskenball, bei dem ständig irgendwelche Gruppen anscheinend über die Bühne latschen und sich kurz selbst besingen, bis dann der König als Pan verkleidet auftritt und Mephistopheles das Papiergeld erfindet, bzw. die Deckung selbigens durch imaginäre Bodenschätze. Ein Konzept, das moderne Banken gerne aufgegriffen haben.<br />
Und dann kommt nach einem kurzen Zwischenspiel, in dem Faust sich in Helena verknallt und Wagner einen Homunculus braut, die Walpurgisnacht. Die Goethe aus irgendwelchen schwammigen Gründen ins antike Griechenland verlegt hat (Helena kann nicht der einzige Grund sein, die hat Onkel Faust auch im &#8220;Hier und Jetzt&#8221; getroffen). Diese äußert sich nach kurzem Vorgeplenkel darin, dass mindestens alle zwei Seiten mindestens eine neue Gestalt (oder Gruppe solcher) der griechischen Mythologie, von der man mit viel Glück unter Umständen vielleicht am Rande mal was gehört hat, auftritt, um dann ein bis drei Seiten völlig handlungsneutral rumzuschwadronieren und danach zu verschwinden und nie wieder gesehen zu werden; gelegentlich davon unterbrochen, dass Faust und/oder Mephistopheles und/oder der Homunculus mal quer über die Bühne gehen und vor sich hin brabbeln; was dann die eigentliche Handlung darstellt, mit dem umgebenden Gewirr aber rein gar nichts zu tun hat.**</p>
<p>Das habe ich mir ungefähr 30 Seiten lang angetan, wofür ich grob zweieinhalb Wochen gebraucht habe. Dann habe ich das Buch weggelegt und über den Rest eine Zusammenfassung gelesen.</p>
<p>Somit ist der Faust (genauer: der zweite Teil), das erste freiwillig angefangene Buch (Schulpflichtlektüre zählt nicht), das ich vorzeitig beendet habe.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<span style="font-size: 0.8em;">* Das war <em>ein</em> Satz.<br />
** Das auch.</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Literaturm</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 22:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was ich 2008 so gelesen habe: &#160; &#160; Auffällig finde ich übrigens, dass die Buchrücken im englischsprachigen Raum andersrum bedruckt werden als in Deutschland. Meiner Meinung nach richtigrum, übrigens, da der Schriftzug dann normal lesbar ist, wenn es auf nem Tisch liegt (die Bücher im Bild liegen alle &#8220;auf dem Bauch&#8221;). &#160; &#160; [Was oben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ich 2008 so gelesen habe:<br />
&nbsp;<br />
<center><a href="http://www.onkel-mo.de/images/literaturm.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/literaturm_klein.jpg" style="border:1px solid black;" /></a></center><br />
&nbsp;<br />
Auffällig finde ich übrigens, dass die Buchrücken im englischsprachigen Raum andersrum bedruckt werden als in Deutschland. Meiner Meinung nach richtigrum, übrigens, da der Schriftzug dann normal lesbar ist, wenn es auf nem Tisch liegt (die Bücher im Bild liegen alle &#8220;auf dem Bauch&#8221;).<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<span style="font-size: 0.8em";>[Was oben fehlt, ist <em>Gelb</em> (im Original <em>Vurt</em>) von Jeff Noon, da ausgeliehen und bereits zurückgegeben. Allerdings ist das auch nicht erwähnens- bzw. empfehlenswert.]</span></p>
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