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	<title>Synapsensalat &#187; Über dem Jordan</title>
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	<description>Onkel Mo und sein gesteigerter Mitteilungsbedarf</description>
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		<title>Jordanien in Bildern</title>
		<link>http://blog.onkel-mo.de/2008/09/jordanien-in-bildern/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 10:12:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Augenscheinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Über dem Jordan]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[So. Ich hab&#8217;s mal geschafft, die Bilder von Jordanien auszusortieren und in einen vorzeigbaren Zustand zu bringen. Zu finden in der Galerie. Die 8pm-Bilder von der Zeit hab ich auch mal reingepackt. Gehören ja irgendwie dazu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So.<br />
Ich hab&#8217;s mal geschafft, die Bilder von Jordanien auszusortieren und in einen vorzeigbaren Zustand zu bringen.</p>
<p>Zu finden in der <a href="http://www.onkel-mo.de/gallery/index.php/Privat/Jordanien">Galerie</a>.</p>
<p>Die 8pm-Bilder von der Zeit hab ich auch mal reingepackt. Gehören ja irgendwie dazu.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein Flug ins Grüne</title>
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		<comments>http://blog.onkel-mo.de/2008/08/ein-flug-ins-grune/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2008 22:07:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über dem Jordan]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil ich&#8217;s gestern angekündigt hab: eine ausführlichere Abhandlung darüber, wie schräg es sein kann, Jordanien zu verlassen. &#160; Welch unglaublich strikte Behandlung der Angaben auf der eigenen Website durch das Bodenpersonal der Airline zu erwarten war, zeigte sich schon bei der Zeitplanung des Transports zum Flughafen. Royal Jordanian gibt an, dass man zwei Stunden vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil ich&#8217;s gestern angekündigt hab: eine ausführlichere Abhandlung darüber, wie schräg es sein kann, Jordanien zu verlassen.<br />
&nbsp;<br />
Welch unglaublich strikte Behandlung der Angaben auf der eigenen Website durch das Bodenpersonal der Airline zu erwarten war, zeigte sich schon bei der Zeitplanung des Transports zum Flughafen. Royal Jordanian gibt an, dass man zwei Stunden vor Abflug eingecheckt haben soll. Unsere Abflugzeit war 10.25h, bei einer Stunde Anreise zum Flughafen war die Abfahrt in Amman um 8.00h geplant. Wir haben aber dann drum gebeten, doch um 7.30h zu fahren, weil wir wussten ,dass noch etwas Extra-Zeit auf uns zu kam, weil Ouadie noch Visums-Übersschreitungsgebühr zahlen durfte (das normale Visum, welches man bei der Einreise am Flughafen bekommt, gilt für 30 Tage, wir waren 2 bis 5 Tage länger da). Für EU-Bürger ist das Verlängern des Visums eine Sache von 5 Minuten; man braucht nur ein Dokument der Uni, das besagt, dass man da Gast ist*, und schon kriegt man einen Stempel und gut is. Nicht so, wenn man Marokkaner ist (wie Ouadie). Marokko verlangt nämlich von allen Bürgern eines arabischen Staates einen HIV-Test, bevor sie ein Visum verlängern können, und daher verlangen das alle arabischen Staaten auch von den Marokkanern. Diesen Test zu machen, war zeitlich nicht mehr drin; aber das Überschreiten des Visums kostet auch nur 1,50 pro Tag. Und 10 bis 30 Minuten, was am Flughafen wesentlich kostbarer ist.<br />
Darüber hinaus hat sich in den letzten Wochen doch eine gewisse Trägheit gewisser Personen bemerkbar gemacht.<br />
Demzufolge sind wir dann erwartungsgemäß auch erst um 8 losgekommen.</p>
<p><span style="font-size: 0.8em;"><em>* Es hätte wohl auch jedes Dokument, das einigermaßen offiziell aussieht genügt; der Kerl schien des Englischen nicht wirklich mächtig zu sein.</em></span><br />
<span id="more-288"></span><br />
Ich habe ja <a href="http://blog.onkel-mo.de/2008/08/die-kleinen-details/">an früherer Stelle</a> bereits geschrieben, dass die Jordanier unglaublich auf (Schein-)Sicherheit stehen. So müssen alle Leute, die überhaupt nur zum Check-In-Bereich wollen, erstmal einen Reisepass vorzeigen. Es reicht aber auch, wenn einer einen Pass vorzeigt (sogar einen marokkanischen), und sagt, dass man als Gruppe reist.<br />
Dann ist man natürlich noch nicht an den den Check-In-Schaltern. Nein, man muss vorher noch -wie sollte es auch anders sein- durch einen Security-Check. Mit Piepsetür und Druchleuchtungsmaschine für die Koffer. <em>Vor</em> dem Check-In, möchte ich nochmal betonen. Auf unsere Handgepäckstaschen kamen dann blaue &#8220;Security Check&#8221;-Aufkleber.<br />
Kai und ich dachten &#8220;super, kriegt man sogar Aufkleber, dass man durchleuchtet wurde, weil man ja auch so viele andere Möglichkeiten hat, zum Check-In zu kommen&#8221;, nahmen die Taschen und Koffer und stellten uns in die Check-In-Schlange. Als Philipp nach 5 Minuten immer noch nicht aufgeschlossen hatte (3 Minuten wären ja noch zu erwarten gewesen &#8211; ist schließlich Philipp) schauten wir mal, wo er blieb. War auch leicht zu finden: er durfte nämlich bei der Security seine Handgepäckstaschen komplett ausräumen. Warum?  Weil er so einen blauen &#8220;Security Check&#8221;-Aufkleber auf seinen Taschen hatte. Die selben, mit denen wir eben einfach fröhlich weggegangen sind. Wir haben die dann mal von den Taschen entfernt und verschwinden lassen.<br />
&nbsp;<br />
Am Check-In (es war mittlerweile 9.30h) die nächste Überraschung: &#8220;Excuse me Sir, the flight is full. We have no seats.&#8221; Bitte, was?!? Die haben doch wohl nicht überbucht!<br />
Haben sie auch nicht wirklich, anscheinend. Bordkarten haben wir nämlich ohne weiteres gekriegt, nur halt nicht die Sitzplätze, die wir reserviert hatten (ja, das geht bei denen; wie beim Kinokarten-Bestellen). Der Mensch erzählte mir dann nochmal, dass sie keine Plätze mehr hätten, aber ich den Platz nehmen könne, der auf der Bordkarte stünde. Muss man glaub ich nicht verstehen. Schnell noch den Koffer eingecheckt (28,5 Kilo; die Waage war kurzzeitig auf 30,5 und ich hab mir schon Sorgen gemacht), die beiden Handgepäckstücke (zusammen knapp 15 Kilo) gepackt und weiter, vorbei am Schild, dass besagt, dass man ausschließlich ein Handgepäckstück mitnehmen darf, dass unter keinen Umständen mehr als 7 Kilo wiegen darf, zu den &#8220;Immigration&#8221;-Schaltern, die -wie der Name schon nicht sagt- die Ausreise regeln.<br />
Für die EU-Bürger unter uns kein Problem, schön zwei Stempel in den Pass gekriegt und weiter. Nur Ouadie kam erwartungsgemäß nicht so butterweich durch. Der Polizeibeamte guckt in den Pass, unter den Augenbrauen hinweg auf Ouadie, wieder auf den Pass, holt einen Kollegen, der auch wieder strafend rüberguckt; erzählt Ouadie dann ein paar Takte und schickt ihn zur anderen Schlange an der Kasse, um nachzulöhnen. Inzwischen war es 9.40h, Boarding Time laut Bordkarte: 9.55h. Wir sind dann schonmal Richtung Gate gegangen, da Polizeibeamte es grundsätzlich nicht gerne mögen, wenn man in der Nähe offizieller Stellen rumgammelt.<br />
10 Minuten später war Ouadie dann auch durch, und wir konnten zum &#8211; Security-Check! Da auch wieder fröhlich alle Taschen mal scannen lassen, und so oft durchs Piepsetor laufen, bis es nicht mehr piepst. Oder nach dem dritten Mal sich flüchtig abtasten lassen, ohne dass die Taschen berührt werden. Einen Hand-Metalldetektor schienen se jedenfalls nicht zu besitzen. Die Laptops mussten wir auch nicht auspacken. Allerdings wurde ich gefragt, wem denn diese ungewöhnlich volle Tasche sei (Antwort: mir), und durfte dann meinen Reisepass kurz abgeben, woraufhin mein Name in eine Liste eingetragen wurde, mit Uhrzeit und Datum. Reingeguckt haben sie nicht in die Tasche.<br />
Hinter dem Check fragte Philipp uns dann, wann denn die Stelle käme, an der wir unsere Wasserflaschen abgeben müssten. Antwort: sind wir gerade durch. Hat keinen interessiert.<br />
&nbsp;<br />
Um Punkt 9.55h waren wir am Gate, und sobald die unsere Bordkarten eingelesen hatten, begann auch das Boarding.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Der Flug war relativ unspektakulär. Royal Jordanian ist übrigens eine klasse Airline; die Flieger sind nagelneu und gepflegt (zumindest optisch *g), es gibt Bildschirme in den Sitzen mit einer doch recht brauchbaren Auswahl an Filmen, das Essen ist wirklich lecker (hätte nicht gedacht, dass ich das jemals über Flugzeugfraß sagen würde), und man bekommt wesentlich mehr Getränke, als bei anderen Airlines üblich, jedenfalls scheint mir das so.<br />
&nbsp;<br />
Über Mitteleuropa aus dem Fenster zu gucken, um grüne Hügel, weite Wälder, Flüsse und Felder zu sehen war ein großartiger Moment. Davon hat Jordanien definitiv zu wenig.<br />
Es war auch natürlich sonnenklar, dass man die ganze Zeit aus dem Fenster Schäfchenwolken und Sonnenwetter sieht, aber sobald der Flieger zur Landung ansetzt, auf einmal alles mit einem dicken Wolkenteppich bedeckt ist.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Ich finde den Flughafen Frankfurt ein wenig seltsam bis unübersichtlich. Von anderen Flughäfen bin ich es gewohnt, dass man, wenn man aus dem Flieger gestiegen ist, wenig andere Möglichkeiten hat, als zur Gepäckausgabe zu gehen. In Frankfurt ist das anders, da muss man erstmal Kilometerweit laufen, und könnte zwischendurch auch gerne für andere Flüge einchecken. Aber man ist ja flexibel.<br />
Im Fernbahnhof durften wir dann ne Stunde auf den Zug warten (wobei die anderen auch hätten früher fahren können, nur ich hatte ne Karte mit Zugbindung &#8211; danke für&#8217;s Warten), währenddessen wir, wie bereits gestern erwähnt, erstmal ne Wurst (mit Schweinefleisch) und ein Bier verdrückt haben. Aus Prinzip.<br />
<center><br />
<a href="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/wurst_und_bier.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/wurst_und_bier_thm.jpg" alt="Wurst und Bier" style="border: 1px solid black;" /></a><br />
</center><br />
Gekostet hat der Spass 5 Euro. Zitat Kai: &#8220;Dafür hätte ich Jordanien ein fürstliches Mahl erhalten!&#8221;<br />
&nbsp;<br />
Nächste großartige Aktion dann beim Einstieg in den Zug. Der ICE3 ist offensichtlich nicht dazu konzipiert, von (ernsthaft) Reisenden benutzt zu werden. Wozu auch, er verkehrt ja auch nur u.a. zwischen den Flughäfen Köln/Bonn und Frankfurt am Main, da ist nicht zu erwarten, dass jemand einsteigt, der mehr als ne Aktentasche dabei hat.<br />
Mit einem 5-Wochen-tauglichen Koffer zwischen den Sitzen durchzukommen, ist hingegen ein Spass für sich. Irgendwann ist Philipp bei dem Versuch, seinen Koffer samt Taschen zu tragen halb zusammengeklappt. Kommentar einer ansonsten unbeteiligten Frau dazu: &#8220;Es ist ja auch doof, mit so viel Gepäck in einen ICE einzusteigen.&#8221; Wir sind uns unschlüssig, ob das jetzt als Kritik an der Bahn oder an uns zu verstehen war.<br />
&nbsp;<br />
In Siegburg angekommen, war einer meiner ersten Gedanken, dass es unglaublich sauber in Deutschland ist. Fühlt sich irgendwie befreiend an.<br />
Auf der weiteren Reise nach Godesberg (die übrigens länger dauert als die Fahrt von Frankfurt nach Siegburg, und zwar ungefähr doppelt so lang), ist dann (leider(?)) nicht berichtenswertes mehr passiert.<br />
Mit 45 Kilo in den dritten Stock zu laufen ist übrigens eher weniger witzig <img src='http://blog.onkel-mo.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  .<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Das war&#8217;s also von meiner (ersten) Reise in den nahen Osten. Ich kann mir vorstellen, dass in den nächsten Wochen noch ein paar Posts zu dem Thema kommen; mir fällt bestimmt noch was ein, was ich bisher unterschlagen habe.<br />
Bilder werden noch ein bisschen dauern; ich hoff mal, dass ich das meiste über&#8217;s Wochenende fertig krieg, ansonsten im Laufe der nächsten Woche.</p>
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		<title>Gastfreundschaft  zum Abschied</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 22:23:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute abend war ich bei Abu Nseir am Nordende von Amman, um den Sonnenuntergang über dem Tal zu sehen (und zu fotografieren, natürlich), bevor ich mit den anderen zu einem letzten Abendmahl im Reem Al-Bawadi (mal wieder) treffen wollte. Während ich über einen Hang lief, kam ich an einer netten kleinen Steinmauer vorbei, hinter der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute abend war ich bei Abu Nseir am Nordende von Amman, um den Sonnenuntergang über dem Tal zu sehen (und zu fotografieren, natürlich), bevor ich mit den anderen zu einem letzten Abendmahl im Reem Al-Bawadi (mal wieder) treffen wollte.<br />
Während ich über einen Hang lief, kam ich an einer netten kleinen Steinmauer vorbei, hinter der sich ein kleiner Garten befand. In diesem Garten war ein alter Mann, mit dem ich ein wenig ins Gespräch kam. Er ist ein Jura-Professor, der in seiner Freizeit sich um seinen Garten kümmert. Er lud mich ein, doch in den Garten zu kommen, und bot mir ein paar Feigen und Kaktusfeigen an, die gerade reif waren. Und ausgesprochen lecker. Wir unterhielten uns noch ein wenig und genossen die wahrhaft grandiose Aussicht, und als ich gerade gehen wollte, lud er mich noch auf einen Tee ein.</p>
<p>Die nächste halbe Stunde habe ich dann mit ihm in seinem mit Bücherregalen vollgestellten, aber sonst schlichten und wunderbar gelegenem Arbeitszimmer verbracht, leckeren Tee getrunken und mich mit ihm über Gott und die Welt unterhalten.<br />
<center><a href="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/abu_nseir_sonne.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/abu_nseir_sonne_thm.jpg" style="border: 1px solid black; margin: 10px;" /></a><a href="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/abu_nseir_mauer.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/abu_nseir_mauer_thm.jpg" style="border: 1px solid black; margin: 10px;" /></a><br />
<a href="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/abu_nseir_moussa.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/abu_nseir_moussa_thm.jpg" style="border: 1px solid black; margin: 10px;" /></a><a href="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/abu_nseir_kaktus.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/abu_nseir_kaktus_thm.jpg" style="border: 1px solid black; margin: 10px;" /></a></p>
<p><em>Das</em> ist Jordanien. Und das wird mir fehlen.</p>
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		<title>Ma&#8217;a al-salamah, Habibi</title>
		<link>http://blog.onkel-mo.de/2008/08/maa-al-salamah-habibi/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 15:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über dem Jordan]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Die gepackten Koffer stehen hinter mir; nur noch Laptop und der Krempel, den ich für morgen früh benötige, sind noch draußen. 27 Kilo plus 15 Kilo Handgepäck (erlaubt: 20 + 5); mal gucken, wie ich damit durch komme. Morgen werde ich dich also verlassen. Ich werde dich vermissen. Ich werde deine großartigen Landschaften vermissen, den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gepackten Koffer stehen hinter mir; nur noch Laptop und der Krempel, den ich für morgen früh benötige, sind noch draußen. 27 Kilo plus 15 Kilo Handgepäck (erlaubt: 20 + 5); mal gucken, wie ich damit durch komme.</p>
<p>Morgen werde ich dich also verlassen.<br />
<span id="more-285"></span><br />
Ich werde dich vermissen. Ich werde deine großartigen Landschaften vermissen, den Wind, der durch die Straßen weht, und ja, auch die Hitze. Mir werden die freundlichen Menschen in deinem Land fehlen, die für Fremde immer ein Lächeln übrig haben und dich einfach so auf einen Tee einladen.<br />
Mir wird das Gewusel in Downtown fehlen, der chaotische Straßenverkehr, der ja doch ganz relaxed funktioniert, und die Taxifahrten, die einen für wenig Geld überall hinbringen (auch wenn man zwischendurch schonmal korrigieren muss).<br />
Ich werde vermissen, wie mir morgens schon die &#8220;Mittagssonne&#8221; ins Gesicht scheint, und wie im Abendlicht die Drachen über der Stadt schweben. Mir wird der wunderbare Gesang der Muezzine fehlen, wie er mehrstimmig durch die Täler zieht.<br />
Mir wird die Aussicht von deinen Hügeln fehlen, die Palmen und Ölbäume und die vielen kleinen gemütlichen Cafés. Ich werde die grandiosen Fruchtcocktails vermissen, die man überall bekommt, das frische Obst (mit Geschmack!) aus den kleinen Läden an der Ecke; und dass Orangensaft, den man bestellt, grundsätzlich frisch gepresst ist.<br />
Dein Essen wird mir fehlen; das Fladenbrot, der Hommous, und die gefüllten Teigtaschen, deren Name ich mir nicht merken kann. Die Salate, der Reis mit Rosinen und den gegrillten Käse.<br />
Ich werde es vermissen, dass meine erste Aktion nach dem Betreten der Wohnung ist, meine Socken auszuziehen.</p>
<p>Aber ich freue mich auch darauf, nach Hause zu kommen.<br />
Auf grüne Bäume und saftige Wiesen. Darauf, mal durchatmen zu können, ohne Diesel, brennendes Plastik oder möchte-man-gar-nicht-wissen in der Nase zu haben. Ich freue mich auf saubere Straßen, deren Bürgersteige man benutzen kann und die nicht mit undefinierbaren Flüssigkeiten bedeckt sind, und darauf, dass nicht überall Müll in der Gegend rumliegt.<br />
Ich freue mich auf anständiges Brot mit leckerer Salami. Auf Fleisch ohne Knochen und Sehnen, und auf saftigen Schweinebraten. Auf Wasser, dass man aus der Leitung trinken kann.<br />
Ich freue mich darauf, bis spät abends draußen sitzen zu können, am Rhein zu grillen, und mit meinen Freunden in der Kneipe ein Bierchen zu trinken.<br />
Und ja, ich freue mich auch auf einen brauchbaren Rechner mit anständiger Internetanbindung, bei der E-Mails abholen nicht zu 85% aus Warten und 10% aus Beten besteht.<br />
Ich freue mich darauf, in kurzer Hose rumlaufen zu können, ohne mir unangemessen gekleidet vorzukommen und auf ein Bett, das lang genug ist.</p>
<p>Ich freue mich auf meine Freunde und meine Familie, und selbstredend freue ich mich am allermeisten darauf, endlich wieder bei Astrid zu sein.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Es war eine wunderbare Zeit hier. Ich habe viel Spass gehabt, viel gesehen und erlebt, aber auch nicht zu knapp gearbeitet. Trotzdem war es entspannend, hier zu sein, und die Zeit nach der Arbeit voll auskosten zu können, weil ich die Alltagssorgen größtenteils in Deutschland lassen konnte.<br />
Dass es hier so schön war und nicht langweilig, wie ich vorher befürchtet hatte (weil ich dachte, ich würde alleine wohnen), dürfte zu großen Teilen an der charmanten, sympathischen jungen Dame aus Österreich gelegen haben, die meine Einstellung zu Tourismus, Stadt angucken, Einkaufen und vielem anderen teilt; mit der ich die Stadt bis in den kleinsten Winkel erkundet hab und abends wen zum Labern und Rumalbern hatte. Danke, Julia.<br />
Auch dass die Studenten so eine harmonische Gruppe waren, die sich gerne durchmischt hat, hat durchaus dazu beigetragen, dass Vorlesung wie Ausflüge unglaublich Spass gemacht haben; auch die Organisation letzterer von Fawwaz hat wohl einen ordentlichen Anteil daran. Danke auch dafür.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Du bist ein großartiges Land, von dem ich bei weitem noch nicht genug gesehen habe. Ich werde bestimmt irgendwann wiederkommen.</p>
<div style="text-align: right;"><em><br />
Ma&#8217;a al-salamah, Urdunn,<br />
wada&#8217;an, Amman,<br />
ela al-leqa&#8217;a.</em><br />
&nbsp;<br />
<span style="font-size: 0.8em;">Auf Wiedersehn, Jordanien,<br />
tschüss, Amman,<br />
bis bald.</span></div>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<hr/>
<span style="font-size: 1.0em;">Der Soundtrack zum Text, wie er mich auch schon bei der Abreise aus der Mongolei begleitet hat:<br />
(Ja, ich sentimentalisiere hier rum)</span></p>
<p><center><object width="425" height="114"><param name="movie" value="http://songza.com/e/listen"></param>
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</center></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Randnotiz (XXIV)</title>
		<link>http://blog.onkel-mo.de/2008/08/randnotiz-xxiv/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 12:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über dem Jordan]]></category>
		<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Flipflops sind so durchgelatscht, dass ich die Details des Untergrundes fühlen kann. [Zum Glück trag ich während der Arbeitszeit Schuhe, sonst wären die Flipflops wohl vor zwei Wochen schon auseinandergefallen.]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Flipflops sind so durchgelatscht, dass ich die Details des Untergrundes fühlen kann.</p>
<p><span style="font-size: 0.8em"><em>[Zum Glück trag ich während der Arbeitszeit Schuhe, sonst wären die Flipflops wohl vor zwei Wochen schon auseinandergefallen.]</em></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Tip the guard</title>
		<link>http://blog.onkel-mo.de/2008/08/tip-the-guard/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 12:34:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über dem Jordan]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Sonntag sind Madame und ich an ihrem letzten Abend zum inzwischen vierten Mal zum Jebel Al-Qala&#8217;a, dem Zitadellenhügel gefahren. Nachdem er die drei letzten Male schon geschlossen war, sind wir diesmal extra früh augebrochen, so dass wir schon um viertel nach fünf da waren. Der Ticketschalter sah so aus wie immer. Unbesetzt. Daneben saßen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag sind Madame und ich an ihrem letzten Abend zum inzwischen vierten Mal zum Jebel Al-Qala&#8217;a, dem Zitadellenhügel gefahren. Nachdem er die drei letzten Male schon geschlossen war, sind wir diesmal extra früh augebrochen, so dass wir schon um viertel nach fünf da waren.<br />
Der Ticketschalter sah so aus wie immer. Unbesetzt. Daneben saßen zwei Jordanier.<br />
&#8220;It&#8217;s closed.&#8221;</p>
<p>Nich wahr, oder? Aaaargh.<br />
<span id="more-283"></span><br />
&#8220;Tickets are closed. You have to tip the guard. He&#8217;s the guard.&#8221;<br />
Sprach&#8217;s, und zeigte auf seinen Freund.<br />
Zuerst habe wir nicht kapiert, was er uns mitteilen wollte, aber nachdem er es nochmal wiederholt hat, war klar, was zu tun ist. Dem Wächter 5 JD in die Hand gedrückt, und schon konnten wir uns fröhlich die Zitadelle angucken. Endlich. (Die Zitadelle ist zum einen die Ruine eines römischen Herkulestempel und eines Forum, zum anderen die (teilrekostruierten) Überreste eines Umayyadenpalastes/-festung, die auf dem höchsten der sieben Hügel Ammans erbaut wurden, direkt oberhalb der Altstadt. Hier gab es anscheinend seit der Bronzezeit schon eine Siedlung).<br />
Die Ruinen sind nett anzuschauen und teilweise recht ansprechend wiederaufbereitet. &#8220;Teilweise&#8221; ist schon ne ganze Menge, verglichen mit dem sonstigen Wert, den die Jordanier Ruinen und sonstigen archäologischen Fundtücken beimessen, auch wenn da momentan ein Wandel im Land stattfindet. Mitten auf dem Gelände befindet sich auch das Archäologiemuseum der Stadt, dass in einer Liste der häßlichsten Gebäude Ammans locker einen der vorderen Plätze einnehmen würde. Macht sich richtig gut, so zwischen alten Säulen, Mauern und Brunnen.<br />
Nun, wenn man schonmal da ist, sollte man auch reingehen, und Äußerlichkeiten können ja durchaus täuschen. Drinnen erwarteten uns drei Männer, die ein wenig gelangweilt dreinschauten und anscheinend noch nicht darüber informiert waren, dass die Zitadelle für heute bereits geschlossen wurde.<br />
<em>&#8220;Tickets please.&#8221;</em></p>
<p>Ööh. Ääääähm. Ja. Äh. Tickets?<br />
&#8220;Äähm, we dropped them?&#8221;</p>
<p>Schweigen.<br />
<em>&#8220;Tickets.&#8221;</em></p>
<p>&#8220;&#8230;&#8221;</p>
<p>Wir sind dann mal wieder rausgegangen, mit dem unwohlen Gefühl, dass uns gleich wer rausschmeißen wird.<br />
Is&#8217; aber nicht geschehen, wir konnten uns noch in Ruhe umsehen und den Ausblick über die Stadt genießen. Wäre auch zu ärgerlich gewesen.</p>
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		<title>Randnotiz (XXIII)</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 13:13:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über dem Jordan]]></category>
		<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ganz angenehm, in einem Land zu sein, in dem die Aussage, dass man aus Deutschland kommt, durchweg positive Reaktionen hervorruft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ganz angenehm, in einem Land zu sein, in dem die Aussage, dass man aus Deutschland kommt, durchweg positive Reaktionen hervorruft.</p>
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		<title>Die kleinen Details</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 11:42:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über dem Jordan]]></category>
		<category><![CDATA[Kontextfrei]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Grunde (von Wetter und Landschaft mal abgesehen) ist Jordanien gar nicht so unterschiedlich von Deutschland. Es gibt sehr viele Gemeinsamkeiten, die Jordanier sind ähnlich pünktlich wie die Deutschen, man kann durchaus in Supermärkten einkaufen und sich in vielen Dingen verhalten wie zu Hause auch, ohne negativ aufzufallen. Aber dennoch ist ein Unterschied da. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Grunde (von Wetter und Landschaft mal abgesehen) ist Jordanien gar nicht so unterschiedlich von Deutschland. Es gibt sehr viele Gemeinsamkeiten, die Jordanier sind ähnlich pünktlich wie die Deutschen, man kann durchaus in Supermärkten einkaufen und sich in vielen Dingen verhalten wie zu Hause auch, ohne negativ aufzufallen.<br />
Aber dennoch ist  ein Unterschied da. Es sind die kleinen Details, die das Land hier so anders machen.<br />
<span id="more-281"></span></p>
<p>Die Kanten der Bürgersteige hier sind Gelb-Schwarz und recht hoch, und muten wie Banden einer Go-Kart-Bahn an. Und exakt das ist auch mehr oder weniger ihr Zweck: den Verkehr auf der Fahrbahn zu halten.</p>
<p>Überall stehen Verkehrspolizisten herum, denen ziemlich langweilig zu sein scheint. Allerdings haben die auch schonmal kein Problem damit, bei irgendwem das Kühlwasser nachzufüllen oder beim Anschieben zu helfen.</p>
<p>Überhaupt gibt es hier für jeden Mist einen Job. In der Uni-Verwaltung gibt es einen eigenen Angestellten, der für&#8217;s Kaffekochen zuständig ist. Und nur dafür. Einen weiteren gibt es für den Tee. Und die Putzkolonne ist auch rund um die Uhr damit beschäftigt, saubere Räume zu putzen.</p>
<p>Es gibt angenehmerweise so gut wie keine Hunde. Ich hab bisher exakt einen gesehen.<br />
Dafür gibt es hier unglaublich viele Katzen, die auf den Straßen rumstreunen und sich bevorzugt vom reichlich vorhandenen Müll ernähren.</p>
<p>Genau wie bei uns gibt es hier den Brauch, nach einer Hochzeit in einer hupenden Kolonne durch die Stadt zu fahren. Allerdings wird hier bei einer Hochzeitsfeier noch Feuerwerk gemacht.<br />
Geheiratet wird hier übrigens sehr viel.</p>
<p>Es gibt in Amman eine Vorschrift, die besagt, dass sämtliche Neubauten mit Stein zu verkleiden sind. Ob es Sandstein sein muss, weiß ich nicht; allerdings gibt es hier auch nicht viel Auswahl.<br />
Betonfassaden sieht man demnach eigentlich nur noch Downtown, bei Gebäuden aus den 60ern und 70ern.</p>
<p>Häuser werden (insbesondere auf dem Land) iterativ gebaut. Das heißt, dass man sich erstmal das Grundstück kauft; wenn man dann wieder genug Geld zusammenhat, das erste Erdgeschoss, evtl. mit erstem Stock, und dann schonmal einzieht. Weitere Stockwerke kommen drauf, wenn wieder genug Geld da ist. Führt dazu, dass, sobald man aus Amman raus ist, überall aus den Häusern oben noch die Stahlstangen rausgucken.</p>
<p>Wenn ein Auto mit Diesel fährt, dann ist das weithin zu sehen.</p>
<p>Das Straßenbild ist sehr gemischt. Es fahren &#8220;normale&#8221; europäische und asiatische Autos rum, aber auch ne ganze Ecke Amerikaner. Zudem gibt es sehr viele alte Autos (>20 Jahre), allen voran von Mercedes. Ich werde da noch eine Bildzusammenstellung machen.</p>
<p>Grüne Neonröhren sind die Nachtbeleuchtung der Wahl für Moscheen bzw. Minarette.</p>
<p>Überall sind Tuchspender (wie von Kleenex) anzutreffen. Auf Schreibtischen, auf dem Nachttisch, auf dem Armaturenbret vom Auto, im Restaurant selbstverständlich, einfach überall.</p>
<p>Die Jordanier haben englische Steckdosen (G- und L-Stecker), aber hautpsächlich europäische (Schuko-)Stecker. Die kriegt man aber ohne Probleme in die G-Steckdosen rein, indem man in das Loch für die Erdung einen Stift steckt, und somit die Verriegelung für die Pole löst.<br />
Folge ist, dass sämtliche jordanischen Steckdosen kugelschreiberbekritzelt sind.</p>
<p>Es gibt keine Gasleitungen im Land, an die die Häuser angeschlossen werden könnten (die Jordanier sind froh drum, basierend darauf, wie &#8220;zuverlässig&#8221; hier die Wasserleitungen teilweise sind). Daher gibt&#8217;s Gas nur über die großen Camping-Flaschen, die von einem LKW ausgefahren werden, auf dessen Ladefläche sie lose stehen.<br />
Der Gastruck fährt durch die Gegend und spielt eine Melodie ab, bei der man als Unwissender meint, ein Eiswagen käme um die Ecke (ich muss versuchen, das mal aufzunehmen).</p>
<p>Geschäfte, auch die allerkleinsten, haben bis tief in die Nacht auf. Einen Ladenschluss hab ich noch nicht bemerkt.<br />
Im Allgemeinen gibt es noch sehr viele Einzelhandelsgeschäfte und &#8220;Tante-Emma-Läden&#8221;, die insbesondere im Zentrum um drum herum in Quartiere eingeteilt sind. Da gibt es das Möbelquartier, das Schusterquartier, das Werkstattquartier und so weiter. Lediglich macnhe Läden wie z.b Süßwarengeschäfte sind querbeet eingestreut.</p>
<p>Durch Hitze, Gummiabrieb und Staub sind die Straßen hier ziemlich glatt, weswegen man ständig Reifen quietschen hört.</p>
<p><em>Nachtrag 1:</em><br />
Wie in einem der ersten Posts schon erwähnt, wird hier unglaublich viel gehupt. Meistens ist das ein &#8220;vorausschauendes&#8221; Hupen, also noch, bevor es wirklich gefährlich wird (d.h. der Fußgänger auf dei Straße läuft oder das Auto aus der Einfahrt fährt z.B.). Manchmal lässt sich allerdings auch gar kein Sinn des Hupens erkennen.<br />
Wenn man irgendwo lang geht, und von hinten ein Auto hupt, kann man übrigens davon ausgehen, dass das ein Taxi ist, das einen mitnehmen will.</p>
<p><em>Nachtrag 2: </em><br />
Abends steigen überalle über der Stadt, besonders aber Richtung Innestadt, Drachen auf. Zudem kreisen Taubenschwärme über die Dächer.</p>
<p><em>Nachtrag 3:</em><br />
Größere Autos zeigen hier (wie auch z.B. in den USA) akustisch an, dass sie rückwärts fahren. Allerdings oft nicht durch Piepen, sondern gerne auch durhc eine Melodie, die klingt wie aus einer Geburtstagskarte. Bevorzugterweise Lambada, übrigens.</p>
<p>Die Währung hier (Dinar) ist nicht, wie üblich, in eine Untereinheit aufgeteilt, sondern in zwei: Fils und Piaster. 1000 Fils sind ein Dinar, und 10 Fils sind ein Piaster. Fils gibt es allerdignswohl nur in der Schriftform. Sämtliche Preise sind in Dinar und Fils ausgezeichnet, man zahlt aber in Piaster; Fils-Münzen gibt es auch gar nicht im Umlauf.</p>
<p>Arabische Schrift einigermaßen lesen zu können (hab ich mir in der ersten Woche anhand einer Website beigebracht), fördert schonmal lustige Dinge zutage. Zum Beispiel werden englischsprachige Begriffe in Lautschrift übertragen. Aus &#8220;The Body Shop&#8221; wird dann &#8220;Di Badi Šob&#8221;.</p>
<p>Umgekehrt ist die Transkription richtiggehend chaotisch. Es gibt da kein System, wie ein arabisches Wort in lateinischer Schrift wiederzugeben ist, schon allein, weil &#8220;e&#8221; und ein bestimmtes &#8220;a&#8221; im Arabischen gar nicht geschrieben werden. So hab ich Al-Jubeiha, den Stadtteil, in dem wir wohnen, schon als &#8220;Jubaiha&#8221;, &#8220;Jubaya&#8221;, &#8220;Jubayha&#8221;, &#8220;Jubeha&#8221; und weitern Kombinationen gesehen.<br />
Das weicht übrigens auch schon auf den Straßenschildern voneinander ab.</p>
<p><em>Nachtrag 4:</em><br />
Überall, insbesondere in den Malls, gibt es &#8220;Sicherheitskontrollen&#8221;. Da muss man durch so ein Metalldetektor-Piep-Tor wie beim Flughafen gehen, und evtl. Taschen und Rucksäcke an eine Person neben dem Tor zwecks Kontrolle geben. Die nimmt die Tasche dann in die Hand, wiegt einmal abschätzend, und wenn sich dass nicht nach Bombe oder Waffe anfühlt, kriegt man die Tasche zurück, nachdem man durch das laut piepsende Tor gegangen ist und niemand sich dafür interessiert hat.</p>
<p>Damit die Dinge hier nicht durch den ganzen Staub häßlich werden, lässt man sie gerne in der Verpackungsfolie, damit sie direkt häßlich bleiben. Das schließt Aufzugtüren, Stühle, Telefone, Himmel im Auto und Schreibtische mit ein.<br />
&nbsp;<br />
Es gibt bestimmt noch einiges mehr, das mir aber gerade nicht einfallen will. Ich werde diese Liste bei Bedarf ergänzen.</p>
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		<title>Typologia examinitae*</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 10:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über dem Jordan]]></category>
		<category><![CDATA[Die lieben Mitmenschen]]></category>

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		<description><![CDATA[* Gebildet klingendes Pseudo-Griechisch-Latein für &#8220;Prüflingstypologie&#8221; Klausuraufsicht schieben ist eine unglaublich minderinteressante Tätigkeit. Während die Studenten in den zwei, drei Stunden wenigstens etwas zu tun haben (wenn auch nicht zwangsweise etwas angenehmes), bleibt dies der Aufsichtsperson versagt. Einzige wirkliche Beschäftigungsmöglichkeit (und nebenbei auch Hauptaufgabe) ist hierbei das Beobachten der Prüflinge. Dabei lassen sich einige Grundklassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 0.8em;"><em>* Gebildet klingendes Pseudo-Griechisch-Latein für &#8220;Prüflingstypologie&#8221;</em></span></p>
<p>Klausuraufsicht schieben ist eine unglaublich minderinteressante Tätigkeit. Während die Studenten in den zwei, drei Stunden wenigstens etwas zu tun haben (wenn auch nicht zwangsweise etwas angenehmes), bleibt dies der Aufsichtsperson versagt. Einzige wirkliche Beschäftigungsmöglichkeit (und nebenbei auch Hauptaufgabe) ist hierbei das Beobachten der Prüflinge.<br />
Dabei lassen sich einige Grundklassen herausstellen:<br />
<span id="more-280"></span></p>
<p><strong>Der Taucher</strong><br />
Der Taucher geht eine enge Bindung mit den Aufgaben ein. Um möglichst wenig Luft zwischen seine Gedanken und das Papier zu bringen, befindet sich sein Kopf maximal 20 Zentimeter vom Aufgabenblatt entfernt. Wichtig für das Erscheinungsbild des Tauchers ist hierbei, dass der Kopf sich ständig unterhalb der Höhe der Schultern befindet.</p>
<p><strong>Der Gucker</strong><br />
Nach jeweils drei geschriebenen Worten wirft der Gucker einen Blick kontemplativ an die Decke, die Wand oder durch den Raum, um die weitere Fortsetzung des Geschriebenen perfekt auszufeilen. Gerne wird dieser Blick durch &#8220;nachdenkliche&#8221; Gesten, wie Bartzupfen, Stiftekauen oder Schläfenmassieren untermalt, um nicht den Eindruck zu erwecken, eine Frage zu haben, nicht weiter zu wissen oder gar abgucken zu wollen.</p>
<p><strong>Der Kadett</strong><br />
Der Mensch mag den aufrechten Gang entwickelt haben; der Kadett aber ist einen Schritt weiter und hat die aufrechte Sitzhaltung bereits perfektioniert. Wirbelsäule und Kopf bilden eine perfekte Gerade (die eine leichte Neigung nach vorne aufweisen kann), die während des Schreibens strikt eingehalten wird. Unterstützt wird dies durch die Haltung der Arme, die entweder zwei perfekte Parallelen bilden (während des Nachdenkens) oder exakt 90 oder 45 Grad Winkel zueinander aufweisen.</p>
<p><strong>Der Zurückgelehnte</strong><br />
Er ist der Antipol des Tauchers. Während dieser versucht, eine Einheit mit dem Blatt einzugehen, bringt der Zurückgelehnte die maximale Entfernung zwischen sich und Aufgabe. Der Rücken verschmilzt mit der Stuhllehne, während die Augen steten Blickkontakt mit dem Papier halten.</p>
<p><strong>Der Frühsportler</strong><br />
Er reckt sich, er streckt sich, er lässt der Stift zwischen den Fingern kreisen und die Knöchel knacken. Für den Frühsportler ist ein Nachdenken ohne Bewegung unmöglich. Daher ist für ihn keine feste Körperhaltung einzuhalten; er muss ständig seine Position wechseln, um in Bewegung zu bleiben. Stillstand des Körpers bedeutet Stillstand des Geistes!<br />
Der Frühsportler ist häufig anzutreffen in Personalunion mit dem Picknicker.</p>
<p><strong>Der Picknicker</strong><br />
Auf leerem Magen schreibt sich schlecht. Daher baut der Picknicker ein Buffet aus Kaugummi, Snickers, Wurstbrötchen (mit Salat!) und weiterer Geistesnahrung auf. Unverzichtbar ist hierbei die Familienpackung Dextro Energen, denn Zuckernachschub ist essentiell. Denksport ist auch Sport, und die verbrauchten Kalorien wollen so schnell wie möglich ersetzt werden!</p>
<p><strong>Der Schlaflose</strong><br />
Die Nacht war kurz. Sehr kurz. Eine Tasse Kaffe gehört zum Mindestequipment des Schlaflosen, wenn nicht gar eine ganze Kanne der braunen Goldes. Während der gesamten Prüfung verwachsen Kopf und zweite Hand zu einer stabilen Konstruktion, die lediglich zur Koffeinaufnahme aufgebrochen wird, um danach unverzüglich wieder hergestellt zu werden.</p>
<p><strong>Der Egoist</strong><br />
Meist eine Abwandlung des Tauchers, unternimmt der Egoist alles, damit niemand Einblicke in seine geistigen Erzeugnisse nehmen kann. Dies ist eine darwinistische Welt! Der zweite Arm, der grundsätzlich um den gesamten Klausurbogen gelegt wird, dient hier nur als letztes Bollwerk gegen diebische Blicke, das bevorzugt durch sämtliche auffindbaren Utensilien ergänzt wird.<br />
Eine besonders ausgeprägte Form des Egoisten legt sogar falsche Fährten, indem er absichtlich falsche Lösungen auf Beiblätter schreibt und diese gut sichtbar für jeden potenziellen Ideenschmarotzer hinlegt. Selbstverständlich werden diese &#8220;Lösungen&#8221; erst unmittelbar vor Abgabe gut sichtbar durchgestrichen.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Ohne Frage treten diese Grundtypen selten in Reinform auf. Vielmehr lässt sich oft eine Mischung aus mehreren, sowie ein im Laufe der Zeit erfolgender Übergang zwischen verschiedenen Typen feststellen (so metamorphiert mancher Kadett zum Taucher, je näher die Abgabe rückt).<br />
Zusätzlich zu diesem ist noch zu beobachten, dass die seitliche Haltung des Kopfes völlig unabhängig vom Grundtypus ist. Grob 75% aller Prüflinge halten den Kopf in einer seitlichen Neigung von etwa 20 bis 45 Grad, während der Rest eine perfekt gerade Haltung einnimmt.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Wie wir sehen, kann die Beobachtung der Gattung der Prüflinge ein durchaus interessanter und kurzweiliger Zeitvertreib sein, der auch die längsten Prüfungen wie im Fluge vergehen lässt. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kulinarisches</title>
		<link>http://blog.onkel-mo.de/2008/08/kulinarisches-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 21:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Onkel Mo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über dem Jordan]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben heute -wie schon lange geplant- arabisch gekocht, und zwar mit Reis gefüllte Kalmare mit Birnen-Safran-Soße. Naja, ganz arabisch (bzw. muslimisch) kann das Rezept nicht gewesen sein, weil man dafür Portwein und Birnenmost braucht. Das waren dann auch tatsächlich die am schwierigsten zu besorgenden Zutaten. Für so etwas muss man nämlich in einen Liquor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben heute -wie schon lange geplant- arabisch gekocht, und zwar mit Reis gefüllte Kalmare mit Birnen-Safran-Soße. Naja, ganz arabisch (bzw. muslimisch) kann das Rezept nicht gewesen sein, weil man dafür Portwein und Birnenmost braucht.<br />
Das waren dann auch tatsächlich die am schwierigsten zu besorgenden Zutaten. Für so etwas muss man nämlich in einen Liquor Store, von denen es nicht allzu viele gibt, da nur Christen eine Lizenz zum Alkoholverkauf bekommen können.<br />
Gewürze haben wir -wie es sich gehört- in der Altstadt beim Gewürzhändler besorgt, wo all die Kräuter und Pülverchen entweder in großen Säcken vor der Tür, oder in spitzen Häufchen in Schüsseln drinnen angeboten werden.<br />
<span id="more-279"></span><br />
<center><br />
<a href="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/gewuerze.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/gewuerze_thm.jpg" alt="Gew&uuml;rze" style="border: 1px solid black;"/></a><br />
</center><br />
&nbsp;<br />
Das Rezept hat zwar nur &#8220;arabische Gewürzmischung&#8221; gesagt, was einfach mal beliebig ungenau ist, aber wir haben was ganz passendes gefunden.<br />
Birnen haben wir beim Obsthändler gekriegt, und Ingwer, Zitronen und Sushi-Essig im Supermarkt. Die Kalmare hätten wir evtl. auch im Supermarkt bekommen, aber die sahen da eher weniger vertrauenserweckend aus. Daher mussten wir in einen Seafood Store, den wir gefunden haben, indem wir mit dem Taxi dran vorbeigefahren sind und &#8220;stop&#8221; gerufen haben. Und tatsächlich, sie hatten Tintenfischkörper in der Größe, die wir brauchten. Ein paar Läden weiter gabs dann glücklicherweise einen Liquor Store, der sogar Portwein im Angebot hatte. Und was für einen &#8211; angebaut und hergestellt in Bethlehem, einer der leckersten Rotweine, die ich bisher trinken durfte. Nur Birnenmost hatten sie nicht. Ist ja auch nicht so wichtig, haben wir halt ein paar Birnen mehr gekauft und die aufgekocht; dann hatten wir wenigstens Birnensaft.<br />
&nbsp;<br />
Das Essen war einfach deliziös. Birnen mit Safran und Ingwer sind eine grandiose Kombination, Reis mit in Portwein eingelegten Rosinen auch. Ich werd das definitv zuhause nochmal nachholen müssen (und wenn man Kalmare nicht mag, kann man die auch ohne weiteres durch etwas anderes ersetzen, denke ich).<br />
<center><br />
<a href="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/essen.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.onkel-mo.de/images/jordanien/essen_thm.jpg" alt="Mjam" style="border: 1px solid black;"/></a><br />
</center><br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
Leider weiß ich nicht, wo Julia das Rezept her hat (und sie auch nicht), daher kann ich es leider nicht verlinken. Einfach hier reinkopieren wäre urheberrechtstechnisch ungeschickt bis unfreundlich, aber ich kanns auf Nachfrage gerne persönlich verteilen.</p>
]]></content:encoded>
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