Kontextfrei



Ich glaub et hackt

 
Unser Briefträger ist einfach unglaublich.
Das war nicht das erste mal, und nicht das schlimmste, was er fabriziert hat.
 

Ich bin dank einer fiesen Erkältung momentan gezwungen, zu Hause rumzuhängen. Um einer dadurch erfahrungsgemäß eventuell aufkeimenden Langeweile vorzubeugen, und da es Ruck-Zuck, Der Preis ist heiß und Familienduell nicht mehr gibt, kam ich heute Vormittag auf die Idee, einen Film zu gucken. Beim Überfliegen der Filmsammlung fiel mein Blick auf Die fabelhafte Welt der Amélie, einen Film, den ich zwar sehr mag, aber lediglich einmal gesehen hatte, und zwar als er vor neun Jahren im Kino lief. Klang nach ner guten Idee.

Allerdings hatte ich zwar den Film nur ein mal gesehen, den Soundtrack aber gefühlte 857 mal gehört (plusminus zweieinhalb). Dadurch ergab sich die seltsame Konstellation, dass ich die Story des Filmes nur noch in groben Umrissen im Gedächtnis hatte, die Musik im Hintergrund aber bis auf jede Einzelheit auswendig kannte. Wodurch es sich für mich teilweise anfühlte, als würde der Film die Musik begleiten und nicht umgekehrt. Strange.

Der Film gefällt mir übrigens immer noch sehr.

Der gute Jan aus Dänemark, als wir ihm die Karnevalszüge erklärten:

“So they drug horses and strap a cannon to their backs? Sounds like a really good idea.”

Willkommen im neuen Jahrzehnt, ich hoffe, du bist gut gerutscht.

Ich bin eher gerollt.
Wir haben mit 14 Leuten ein 5-Gänge-Diner gekocht, wobei die Gruppen für die einzelnen Gänge vorher ausgelost worden waren. Solche Aktionen haben üblicherweise zwei Nebenwirkungen: a) es werden lauter Dinge gekocht, die eher etwas ausgefallen anmuten und b) man ist danach pappsatt.
Bei uns gab es als Vorspeise Orangen-Dattel-Salat mit Mandeln, dann indische Suppe (mit Ingwer, Chili, Koriander, Minze, und viel Gemüse) mit Shrimps, danach gefüllte Champignons mit Hackfleisch-Knoblauch-Füllung oder Zwiebel-Frischkäse-Füllung, dazu Datteln im Speckmantel und Knoblauchbrot, als Hauptgang dann senfmarinierte Hühnerbrust mit Kräuterkruste mit bunten Nudeln und gedünsteten Gemüse mit Sauce Hollandaise (viel Sahne) oder Weinsauce (viel Butter), und als Nachspeise dann Birnenhälften mit Marzipan und Rosinen in Blätterteig mit selbstgemachtem Vanille-Rum- und Schoko-Erdnuss-Eis. Lecker war’s.
Wirklich viel Platz für wirklich viel Alkohol war dann nicht mehr, und ich bin heute Morgen (um 10.30h, nach 5 Stunden Schlaf) satt aufgewacht. Und gefrühstückt hab ich nur aus Appetit, nicht aus Hunger.

Ich bin gut ins neue Jahr gekommen.

Gestern war wieder unser alljährlicher weihnachtlicher Feuerzangenbowleabend mit Kitschwichteln, wie jedes Jahr in leicht veränderter Besetzung. und wie jedes Jahr war es wieder ausgesprochenst muckelig. Diesmal haben zwar der Addy und ich nicht den Tisch angezündet, aber es kam auch so ein wohlig-warmes Gefühl auf :) . Was natürlich auch auf die Schüssel mit warmen gewürztem Wein und brennendem, in Rum getränktem Zucker zurückgeführt werden könnte. Oder auf selbstgebackene und -gekaufte Kekse, und Bratäpfel, die etwas zu lang im Ofen waren, wodurch sie eigentlich noch besser wurden.
 

FeuerzangenbowleFeuerzangenbowleFeuerzangenbowle

 
Besondere Beachtung hat übrigens der verwendete Rum verdient, bzw. dessen Rückseitenbeschriftung:
 
Feuerzangenbowle

 
“…ideal geeignet für eine köstliche Feuerzangenbowle oder zum Flambieren.”
Zu Deutsch: “Trinken Sie das Zeug bloß nicht pur!”
 

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