Unterwegs


Vor etwa drei Wochen haben Astrid und ich unsere Lidl-Bahntickets eingelöst und ein Wochenende in Wien verbracht (wo zufälliger- und netterweise seit einer Woche die Coco wohnte).
Wien ist eine sehr schöne Stadt, vollgestopft mit Palästen, Statuen, guten Museen und Prachtbauten, die auf kein Foto passen, durch deren Altstadt ein dezenter Hauch vor Pferdeapfelaroma weht und in der Samstags um 18 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden. Ich kann einen Besuch nur empfehlen.

Marie-Theresien-PlatzKunsthistorisches MuseumWien InnenstadtWien ParlamentWien Parlament
Wien ParlamentWien ParlamentSchönbrunn SchlossparkSchönbrunn GlorietteSchönbrunn
Schönbrunn SchlossparkWien SchwarzenbergplatzWien BelvedereWien BelvedereWien
 
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Wir hatten das übrigens Glück, dass momentan im von Hundertwasser entworfenen Haus der Kunst (unbedingt hingehen!) neben der permanenten Hundertwasser-Ausstellung eine Ausstellung von HR Giger war. Sehr coole Sache.
 
 
Untergekommen sind wir in der Wombats-Lounge. Zwar nicht ganz billig (knapp über 30€ pro Nacht und Nase), aber billiger kommt man in Wien wohl nicht weg, wenn man nicht gerade in der letzten Absteige in die Besenkammer gesperrt werden will. Dafür ist es sauber, hat ein brauchbares Frühstück, ein Bad auf dem (Doppel-)Zimmer, eine Gemeinschaftsküche, wenn man sich selber was machen will und eine nette Bar im Keller. Laut war’s auch nicht unbedingt, wenn man vom Putzpersonal absieht, dass um halb acht morgens die Metallgeländer der Treppe anscheinend als Glocke benutzt hat, um danach vor unserer Zimmertür (deren Abstellkammer war wohl daneben) laut rumzurumpeln und zu -rufen. Kann das Hostel trotzdem uneingeschränkt empfehlen.
Liegt ausserdem direkt am Westbahnhof, ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil.
 
 
So sieht übrigens ein Burger King in Wien von innen aus:

Burger King in Wien

(Man ignoriere die schlechte Bildqualität (dunkler Raum, freihand) und achte dafür auf die Kunst an den Wänden)
 
 
Die Sache mit “um 18 Uhr Samstags die Bürgersteige hochklappen” fällt übrigens besonders dann negativ auf, wenn man für die Zugfahrt am nächsten Tag noch Verpflegung kaufen wollte.
Und falls ihr mal davor steht, eine zehnstündige Zugreise anzutreten: tut es nicht. Findet irgendwas anderes. Selbst, wenn es mehr kostet.

Ich war am Wochenende in Marburg.
Eine nette kleine Stadt, hübsch gelegen im schwer zu erreichenden Nichts im Lahntal, mit einem Schloß, dass über einer hübschen historischen Altstadt trohnt. Und mit vielen Treppen. Wie Jacob Grimm schon sagte:


Marburg

(Wobei ich das mit dem “häßlich” nicht ganz unterschreiben kann).
 
Die meisten (aber längst nicht alle) dieser Tausend TreppenTM befinden sich in kleinen, urigen Gassen, was der Altstadt (bzw. “Oberstadt”) noch einen Tick mehr Flair verleiht.
Zwar hat Marburg eine ansehnliche Liste bekannter Persönlichkeiten (was nicht zuletzt auf die Universität zurückzuführen ist), jedoch scheint sich die Stadt vor allem auf die Brüder Grimm zu konzentrieren, die lediglich wenige Jahre dort verbracht haben. Als Folge findet man im gesamten (Alt-)Stadtgebiet Anspielungen auf verschiedene Grimm-Märchen, wie 7 überdimensionale Fliegen an einer Hauswand oder einen Eselhintern, aus dem gerade Goldstücke fallen. (Was mich sehr an Bonn mit seiner Versteifung auf Beethoven erinnert, der zwar hier geboren und aufgewachsen ist, aber den Rest seines Lebens in Wien gelebt und gewirkt hat.)
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Anlässlich des Geburtstages der werten Dame aus dem hohen Norden*, haben wir uns gestern einer typischen frühherbstlichen regionalen Aktivität hingegeben: Den Rotweinwanderweg entlang des Ahrtals langwandern und dabei die Aussicht genießen und reichlich Zwiebelkuchen, Wein und Federweissen bzw. -roten kredenzen (kurz: “Weinwandern”). Dann den Tag auf einem Weinfest in Ahrweiler ausklingen lassen.
Das Wetter war uns sehr gnädig; während es die ganze Woche eher regnerisch-diesig war und heute auch hauptsächlich Wasser aus dem grauen Himmel kommt, war es gestern Bilderbuch-heiter-bis-wolkig.
Ich freu’ mich drauf, das nächstes Jahr zu wiederholen. Und zwar nicht nur die ein-Tages-Tour wie gestern, sondern mit Zelt das ganze Tal lang.

Und jetzt lass’ ich Bilder sprechen.


Ahrwandern
AhrwandernAhrwandernAhrwandern
AhrwandernAhrwandernAhrwandern
AhrwandernAhrwandernAhrwandern

Strecke und Höhenprofil sind übrigens beim guten Holger zu finden.

Es ist vollbracht.

Der vollständige Bericht ist hier zu finden:
Drei Hüte auf Wanderschaft – Ein Roverhajk durch den Spessart

Momentan nur als PDF, der Rest kommt nach und nach (die Bilder müssen erstmal umformatiert werden).

So, (fast) fertig.
Alle Bilder drin, alles korrekturgelesen. 148 Seiten (inkl. 6 leeren, formatierungsbedingt).

Jetzt fehlt nur noch das Vorwort und das Titelblatt. Das is Kleinkram, nur werde ich die nächsten Tage wahrscheinlich nicht dazu kommen.

Das Ganze “blogfertig” aufzubereiten wird allerdings noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, daher denke ich, dass ich das PDF schon vorher online stellen werde, sobald es fertig ist.
 
 
Das heißt übrigens auch, dass es in Zukunft wieder gehaltvollere Posts hier geben wird.

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