Ein Roverhajk durch den Spessart

 


Dies ist mein Logbuch zu einer 14-tägigen Wanderung mit den Pfadfindern durch den Spessart im Sommer 2009.
Das Logbuch wird zunächst als PDF runterladbar sein, allerdings werde ich die einzelnen Etappen auch nach und nach zum online lesen an dieser Stelle veröffentlichen, zusammen mit den KML-Dateien für Google Earth.

Das hier wird meine Hauptbaustelle im Blog in nächster Zeit sein.

Sobald das abgeschlossen ist, wird sich diese Nachricht von selber zerstören.


 

Drei Hüte auf Wanderschaft – Spessart 2009.pdf (PDF, 73.3MB)
Gesamtstrecke als KML-Datei
Beipackzettel


Vorwort


Hajk.
Schwedisch für „Wanderung“, angelehnt ans englische „hike“.
Hajk im Kontext der Pfadfinderei bedeutet, mit der Gruppe unterwegs zu sein, ohne alles vorher geplant zu haben. Es bedeutet, sich auf „traditionel­le“ Art fortzubewegen, also im Normalfall mit eigener Körperkraft. Es be­deutet, sich abends erstmal einen Schlafplatz zu suchen. Es bedeutet, die Freiheit zu haben, irgendwo zu bleiben, wo es einem gerade gefällt. Es be­deutet, die Gegend, in der man unterwegs ist, intensiv zu erleben. Es be­deutet, viel Kontakt mit den Menschen vor Ort zu haben. Es bedeutet, so gut wie jede Minute miteinander zu verbringen. Das kann anstrengend sein, schweißt aber zusammen. Und es bedeutet das Gefühl, etwas ge­schafft und einiges erlebt zu haben.
 
Diesen Sommer waren wir auf Hajk im Spessart. Wir, das sind Lu­kas und Stefan (Rover) und Onkel Mo (Leiter). Wir waren nur mit einer Karte, einen Bahnfahrplan und einer Schlafgelegenheit für den Anreisetag als Planung mit schweren Rucksäcken und einem Zelt unterwegs. In einer Gegend, die wir durch einen Dartpfeil, den wir auf eine Deutschlandkarte geworfen haben, als unser Reiseziel auserkoren haben. Ein guter Wurf.
Wir sind von Aschaffenburg nach Lohr gelaufen (einmal quer durch den Spessart), haben da das Wochenende verbracht und sind dann in der zwei­ten Woche nach Bad Orb (längs durch den Spessart) gezogen. Insgesamt haben wir 112 Kilometer zurückgelegt; Strecken ohne Rucksack nicht ge­zählt. Mit drei Mann waren wir zwar eine ziemlich kleine Gruppe, was in manchen Situationen aber durchaus von Vorteil war.
 
Wir haben viel erlebt, viele Leute getroffen, viel gesehen, sind teilweise an unsere körperlichen Grenzen gegangen und haben trotzdem eine tolle Zeit gehabt.
Dies ist unser Logbuch, das wir (bzw. ich, Mo) in den 14 Tagen geführt ha­ben.
 
Wanderstrecke Spessart

Wanderstrecke Spessart

 
Tag 1: Aschaffenburg; Anreise
 
Tag 2: Aschaffenburg – Gailbach
 
Tag 3: Gailbach – Mespelbrunn/Heimbuchenthal
 
Tag 4: Heimbuchenthal – Weibersbrunn
 
Tag 5: Weibersbrunn – Erlenfurt
 
Tag 6: Erlenfurt – Lohr am Main
 
Tag 7: Lohr am Main
 
Tag 8: Lohr am Main
 
Tag 9: Lohr am Main – Partenstein
 
Tag 10: Partenstein – Kempfenbrunn
 
Tag 11: Kempfenbrunn – Pfaffenhausen
 
Tag 12: Pfaffenhausen – Mernes
 
Tag 13: Mernes – Bad Orb/Wächtersbach
 
Tag 14: Wächtersbach; Rückfahrt
 

 
 

Beipackzettel

Dieser Bericht wurde während einer Pfadfindertour geschrieben. Das heißt, dass in dem Buch einige Begriffe vorkommen, die Nicht-Pfadfindern ggf. nichts sagen. Daher hier eine kurze Erklärung.

  • Kohte und Jurte: Ein traditionelles Zelt der deutschen Jugendbewegung und somit der Pfadfinder. Es besteht aus schwarzen Baumwollplanen, die zusammengeknüpft werden. Eine Kohte besteht aus vier Dachplanen, die eine beinahe dreieckige Grundform haben. Wenn man sie zusammen knüpft, entsteht ein Zelt mit achteckiger Grundfläche, in das 4-6 Leute passen (auch wenn es dann eng wird). Eine Jurte ist etwas größer. Sie besteht aus 6 Dachplanen und rechteckigen Seitenplanen, die darunter geknüpft werden. So entsteht ein recht großes Zelt, in dem man stehen kann.
    Hochgezogen werden die Zelte durch ein Kreuz, das an ein Zweibein (Kohte, außen) oder Dreibein (Jurte, innen) geknüpft wird.
    Die Zelte haben keine Bodenplane und die Besonderheit, dass sie in der Mitte des Daches ein Rauchloch haben, damit man im Zelt in einer Schale Feuer machen kann. Für dieses Loch gibt es Kapuzen, die man zum Regenschutz drüberhängen kann.
    Die Planen sind untereinander “kompatibel”, so dass man beliebig große Zeltburgen bauen kann.
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  • Altersstufen: Es gibt bei der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) vier Altersstufe:
    Wölflinge: 7-10 Jahre
    Jungpfadfinder (kurz Juffis oder Jupfis): 11-13 Jahre
    Pfadfinder (kurz Pfadis): 14-15 Jahre
    Rover: 18-22 Jahre
    Und natürlich Gruppenleiter.
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  • Organisationsstruktur: (Das folgende bezieht sich auf die DPSG)
    Eine Pfadfindergruppierung an einem Ort nennt sich “Stamm”. Der Stamm wird geleitet vom Stammesvorstand (StaVo), bestehend aus einem Männlein und einem Weiblein, sowie einem Kuraten, der für den “spirituellen” Teil zuständig ist. Der Stammesvorstand leitet die Leiterrunde.
    Mehrere Stämme sind zusammengeschlossen zu einem Bezirk, der auch wieder einen Bezirksvorstand (BeVo) hat (wieder Männlein, Weiblein, Kurat), und mehrere Bezirke bilden eine Diözese. Auch hier gibt es wieder einen Vorstand (ihr kennt das Spiel jetzt). Die Diözesangrenzen sind identisch mit denen der katholischen Kirche und daher nicht immer sinnvoll oder gar gleichmäßig verteilt.
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  • Kluft: Das Pfadfinderhemd. Sieht bei allen Verbänden unterschiedlich aus, aber durch die Aufnäher und das Tuch ist man als Pfadfinder erkenntlich.
    Sehr robust, bequem und pflegeleicht.

Sollte dir trotzdem etwas unklar sein: melde dich; ich erweitere die Liste gerne.

 

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