Mai 2009


Wenn man oft genug Auto fährt, entwickelt man irgendwann glücklicherweise ein Gespür dafür, welche Mitstraßenbevölkerer Kandidaten dafür sind, sich verkehrsgefährdend zu verhalten.
Wäre das nicht der Fall, läge ich jetzt wahrscheinlich im Krankenhaus und mein Auto aufm Schrottplatz.

Ich war unterwegs auf der A59 Richtung Bonn, kurz vorm Dreieck Beuel Bonn-Nordost. Die Autobahn ist da dreispurig, wobei die rechte Spur irgendwann zur Abbiegespur auf die A565 über den Rhein wird. Kurz vor dem Abbiegen schwenkt die Spur ein Stück nach rechts, um Platz für einen zweite Abbiegespur zu machen, auf die man von der mittleren Spur aus fahren kann.
Und da ich mich des Gefühls nicht erwehren kann, dass diese Beschreibung nicht gerade Bilder im Kopf, sondern eher ein gepflegtes „Häh?“ hervorruft, habe ich dazu mal ein Diagramm gezeichnet von einem einarmigen Blinden zeichnen lassen:

Rembrandt

Ich war auf eben jener mittleren Spur unterwegs, um auf eben jene zweite Abbiegespur zu wechseln. Neben mir fuhr ein Auto auf der ersten Abbiegespur. Und genau bei diesem Freund hatte ich das Gefühl, dass er ein Kandidat für Sondermanöver ist. Also hielt ich mich leicht versetzt dahinter und behielt ihn im Auge. Und genau an der Stelle, wo seine Spur nach rechts schwenkte und ich auf die neue Abbiegespur fahren wollte, fuhr er… geradeaus über die durchgezogenene Linie. Genau dahin, wo sich mein Auto gerade hinbegeben würde, wenn ich sowas nicht erwartet hätte. Bei 100km/h, wohlgemerkt.
So durfte ich einmal so kräftig Bremsen, dass der Rucksack auf dem Beifahrersitz sich aufmachte, um das Handschuhfach zu küssen, und mich währenddessen auf die Hupe stellen. Aber zumindest weiterfahren. Und einen gepflegten kräftigen Wutschrei ablassen.
 
Und dieser Depp scheint das noch nichtmal mitbekommen zu haben. Es folgte jedenfalls keine sichtbare Reaktion, weder Bremsen, noch Gas geben, noch irgendein als Entschuldigung deutbares Verhalten. Er fuhr einfach unbeirrt weiter, und dann sogar wieder von der Abbiegespur runter.
Natürlich nicht, ohne erst während des Rüberziehens zu blinken und sich jemand anderem vor die Nase zu setzen.

„Ich habe Steuer gemacht!“
 

Failschraube

*GääääÄÄÄÄÄÄÄÄääääääääähn*

Mal wieder eine Nacht mit gelegentlichen Nicht-gerade-Tiefschlafschüben zwischen häufigen Wachphasen verbracht. Und davor ne Nacht nicht einschlafen können. Ewigkeiten lang nicht mal in die Nähe von Schlaf gerückt.

Vollmond macht mich feddich.
Ich weiß, dass das viele als Aberglauben abtun werden; würde ich ja auch selber. Aber es is halt so. Zum Glück passiert das nicht jeden Monat, aber wenn ich mal nicht schlafen kann, dann ist auch Vollmond. Simple Beobachtung.
Und nein, es liegt nicht daran, dass es zu hell ist; unser Schlafzimmer ist komplett abgedunkelt. Es is auch nichts unterbewusstes, da ich oft genug erst nachher mitkrieg, dass Vollmond war.
Ich kann es mir auch nicht erklären.
 
 
Eigentlich liebe ich den Mond. Ich kann ihn stundenlang einfach nur angucken. Insbesondere in leicht wolkigen Nächten.

Aber wenn das Ding voll am Himmel scheint, bin ich am nächsten Morgen nicht zu gebrauchen.

Damn you, Vollmond!

Letzte Woche Dienstag Abend wurde unsere DSL-Verbindung sehr lahm und war ab Mittwoch morgen völlig weg. Ich konnte mich zwar noch einloggen, aber nur für wenige Minuten, wenn überhaupt, und hatte dann einen Paketverlust von deutlich über 70%. Mehrere lange Gespräche an der Servicehotline von QSC (mit einem freundlichen, kompetenten und hilfsbereiten Mitarbeiter, wie eigentlich immer. Aber das ist eine Story für ein andermal.) brachten zwar viele Messungen, Lösungsansätze, und Rückrufe, ob es denn jetzt wieder funktionieren würde, nur leider keine Besserung. Das Modem konnte sich zwar mit dem Anbieter synchronisieren, aber Einwählen ging nicht.
Irgendwann haben wir dann den Verdacht auf das Modem gelenkt, und heute ist dann ein neues angekommen (sowas muss natürlich abends vorm langen Wochenende passieren). Und tadaaa – hier sind wir wieder.

Es ist übrigens erstaunlich, was man so alles erledigt kriegt, wenn man ne Zeitlang kein Netz hat.

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