Februar 2007


Wie man den drögen Arbeitsalltag etwas auffrischen kann:

Man nehme:
– 1 Labor
– 2-3 Ablussarbeitschreibende Studenten
– Eine Handvoll wechselnde Besucher (is‘ ja wie in ner Sitcom hier ;))
– Eine mobile Minigolfbahn samt Ball und Putter

Zutaten zusammen geben und Mischung ein paar Stunden gehen lassen.

Mo Martin Liebschen
Golf Golf

Wie in Filmen, wenn man in das Büro von Chef kommt…

Es ist zwar schon was älter, aber bin erst kürzlich durch einen Artikel bei Spiegel.de darauf aufmerksam geworden.

Zum Thema Globale Erwärmung hat das Competitive Enterprise Institute (CEI) im Mai letzten Jahres zwei Werbespot geschaltet, die sie auch online gestellt haben.
(Direktlinks zu Youtube: hier und hier)

Diese Videos sind an Unverfrorenheit kaum noch zu überbieten. Fröhlich wird da erzählt, dass Kohlendioxid etwas völlig natürliches ist, dass uns aus der Knochenarbeit gerettet hat, und mit Hilfe dessen wir uns fortbewegen können. Und dass jetzt einige Politiker das als „Verschmutzung“ (oh Schreck!) einstufen wollen. Und dass wir uns vorstellen sollen, wie das Leben ohne Kohlendioxid wäre.
Dabei wird natürlich fröhlich der Unterschied zwischen natürlichem Kreislauf und von fossilen Brennstoffen hinzugefügtem CO2 unter den Tisch fallen gelassen, genau wie die Tatsache, dass es nicht darum geht, CO2 vollständig zu verbannen, sondern die Produktion dessen einzuschränken.
Neeeein, wenn die Politiker (und die „Alarmisten“) Erfolg hätten, wird suggeriert, dürfte niemand mehr Auto oder Zug fahren, wären die Städte dunkel, müssten wir alle im Winter frieren und wieder Knochenarbeit verrichten.
Der Werbespruch ist übrigens „They call it pollution. We call it life.“

Mir bleibt bei dieser Kaltschnäuzigekeit, diesen (nicht offen ausgesprochenen) Lügen einfach die Luft weg.
Um sowas zu produzieren, muss man wirklich durch und durch böse sein.

(Und um das zu glauben, durch und durch dumm).

(Was leider auf viel zu viele Menschen zutrifft).

Wenn man das Gewicht seines gesamten Vermögens im Portemonnaie spürt, ist man entweder sehr reich oder sehr arm.

Ich habe heute „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert gelesen (gefällt mir nicht. Zu viel Geschwafel*). Ziemlich am Anfang ist mir da eine Textstelle ins Auge gefallen, die mich irgendwie irritert hat. Sie lautet: „Glaubst du etwa, weil deine Frau […], deswegen kannst du hier bei mir untern Rock kriechen? Einfach so ins Wasser jumpen?“.

Ich musste dreimal lesen: Steht da wirklich „jumpen“?
Mir war gar nicht bewusst, dass man 1946 schon (oder: noch) Anglizismen verwendet hat, und ganz speziell diesen, der ja nun ohne weiteres als moderner Sprachgebrauch durchgehen kann.
Das passt so gar nicht in mein Bild der Sprache zu dieser Zeit. Ich bin nachhaltig verwirrt.
 
 
*Mir ist durchaus bewusst, dass das ein Bühnenstück ist und daher vollständig aus Dialogen besteht. Aber eben diese Dialoge sind nunmal äußerst schwafelig.

Heute morgen hatte ich einen der eher seltsameren Momente während meiner Studienzeit.

Ich befand mich im Nasszellenbereich und ging größeren geschäftlichen Tätigkeiten nach. Zwei Kabinen neben mir tat jemand das selbe.
Ich hörte die Spülung gehen, die Tür zur Kabine sich öffnen, und dann das Waschbecken. Dann hörte ich, wie sich die Tür zum Gang öffnete. Und auf einmal ging das Licht aus, und die Tür fiel ins Schloß.
Der hat einfach mal das Licht ausgeschaltet.
Bevor ich zu diesem Schluß kam (was aufgrund meiner Perplexität ein paar Sekunden dauerte), war es zu spät, diesem besonderen Individuum noch etwas hinterherzurufen.

Wenn in den Klos das Licht aus ist, ist es da dunkel wie im Bärenarsch.
Zum Glück finde ich meinen Hintern auch im Dunkeln („Jaaaaa, mehr Details!“), und hatte ein Handy dabei, mit dem ich ein klein wenig Licht machen konnte.

Ich stelle mir vor, wie befremdlich die Situation geworden wäre, wenn noch jemand reingekommen wäre. Macht das Licht an, und stellt fest, dass da jemand im Stockfinstern aufm Pott hockt…

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