„Haus Germania“ ist ein äußerst eigenartiger Name für ein kroatisches Restaurant.
Juni 2009
6 Juni 2009 14:58
5 Juni 2009 23:01
Ein Klassiker, der einigen bestimmt aus dem Oberstufenenglischkurs bekannt sein dürfte, sich bisher aber erfolgreich vor mir versteckt hat. Hatte.
[Achtung, Spoiler]
Bradbury beschreibt eine Dystopie, in der die Regierung die Bevölkerung meinungslos hält, indem sie dafür sorgt, dass sämtliche Bücher und Zeitungen verboten und nach Möglichkeit vernichtet sind. Die Bevölkerung wird durch Werbedauerberieselung (schön genau „vorhergesagt“) und sogenannte „Parlours“, ein Raum voller Monitore, die Telekonferenzen simulieren und in denen die Leute stundenlang hocken (hallo Chaträume) dumm und zufrieden gehalten.
Montag, die Hauptfigur (ein selten dämlicher Name), ist „Fireman“, was so viel bedeutet, dass er Häuser abfackelt, in denen jemand Bücher gehortet hat. Irgendwann fängt er an, sich zu fragen, ob er das richtige tut, einerseits angestachelt vom geheimnisvollen (uuuh) Nachbarschaftsmädchen Clarisse (eine Figur, die ich nicht ganz verstanden habe), andererseits dadurch, dass er ein Haus niederbrennen muss, dessen alte Bewohnerin sich weigert, zu gehen (bei der Gelegenheit sackt er heimlich ein Buch ein).
Er fängt irgendwann an, durchzudrehen, wird verraten und flieht, und wird schließlich von einer Gruppe Abtrünniger aufgenommen. Ach ja, die ganze Zeit über bricht übrigens ein Krieg aus, welcher die Bevölkerung nicht interessiert, bis sie schließlich plattgemacht wird.
Das Buch is angenehm zu lesen und spannend geschrieben. Schadet nicht, es mal gelesen zu haben.
Allerdings sind mir so ein paar Dinge nicht ganz grün:
- Wenn Bücher bäh sind, wie lernen die Leute dann lesen (denn das tun sie)?
- Clarisse passt mir irgendwie nicht, weil sie zu kryptisch ist, und aus der Geschichte entfernt wird wie ein unliebsamer Schauspieler aus einer Seifenoper.
- Montags Nervenzusammenbruch ist mir etwas zu übertrieben (aber nichtsdestotrotz gut geschrieben).
- Das Ende ist mir zu offen.
Trotzdem ein gutes Buch.
Die gute Eva hat mir das übrigens stilgerecht als Reclam-Heftchen geschenkt. Mit Vokabeln unten auf der Seite.
Ich konnte mich beim Lesen natürlich nicht zurückhalten, zu gucken, welche Vokabeln denn da gegeben werden. Leider stört das ein wenig beim Lesen, weil man teilweise durch die Vokabeln vorgreift und zusätzlich aus dem Lesefluss herauskommt.
Die Auswahl der Vokabeln fand ich nebenbei auch befremdlich. Neben manchen durchaus sinnvollerweise angegebenen Wörtern waren nämlich oft auch solche dabei, die ich als eher trivial bis sollte-man-wissen ansehen würde, während andere wesentlich ungewöhnlichere Worte nicht erklärt wurden.
Seltsam.
4 Juni 2009 23:52
Ich sehe so gut wie nie fern. Das Internet™ bietet mir genug und meist bessere, vor allem aber so gut wie werbefreie Unterhaltung. Wenn ich aber dann doch mal fernsehe, dann (neben Comedyzeugs) am liebsten Dokumentationen. Nach Natur-/Reisedokumentationen (die mein Permanentfernweh bedienen) am liebsten Wissenschaftsdokumentationen*.
Gerade bei diesen Wissenschaftsdokus lässt sich in den letzten Jahren leider ein unsäglicher Trend erkennen: das Einbauen eines Spannungsbogens.
Beispiel ist eine kürzlich ausgestrahlte Sendung: es wurde über eine Mumie aus China berichtet, die so besonders konserviert ist, dass sämtliche Weichteile inkl. Organen sowohl noch vorhanden als auch noch weich sind. Außerdem ist noch Blut in den Adern, und einen Leichenstarre hat auch nicht wirklich eingesetzt. Es wird gesagt, dass dies die einzige bekannte solche Mumie ist, und dass man keine Ahnung über die Konservierungsmethode hat.
Im Laufe der Sendung kommt dann heraus, dass a) einen zweite ähnliche Mumie gefunden wurde und b) der verwendete Technik inzwischen herausgefunden wurde.
Das soll eine Doku sein, kein Drama!
Mich nervt sowas. (Offensichtlich). Kann ja sein, dass die Macher ihr Thema für weniger interessant halten, wenn man direkt beide Leichen auftischt, aber dann kann man doch bitte anfangs entweder in der Vergangenheit reden oder aber Erzählpräsens verwenden, dann aber dabei klar machen, dass das gerade erzählte nicht mehr aktuell ist.
Da les‘ ich doch lieber Wikipedia.
3 Juni 2009 21:40
Gestern am Bahnhof Siegburg.
Das Bahnhofsgebäude betritt man durch eine Glasschiebetür (a.k.a Supermarktportal). Diese Tür hat die Eigenschaft, sich manchmal etwas unentschlossen zu gebärden, wenn sie gerade dabei ist, sich genüsslich zu schließen und sich ihr gleichzeitig jemand in Hindurchtretungsabsicht nähert.
Dies wurde einem jungen Mann zum Verhängnis, so dass er nur mit der linken Körperhälfte die Tür passieren konnte bzw. hätte können, mit der rechten aber schön hängenblieb.
Er trug ein T-Shirt mit dem Aufdruck „The Open Door“.
2 Juni 2009 17:40
Ich bin ein großer Freund von kuriosem, aber völlig unnützem Wissen. Wie zum Beispiel, dass Tomaten Beeren sind oder dass Deutschland neben Büsingen am Hochrhein vier weitere Exklaven hat.
Braucht kein Mensch, ausser vielleicht, um sich als Telefonjoker anzubieten, oder den Adventskalender der Fachschaft Informatik an meiner Hochschule mit Fragen zu füllen.
Warum ich das erzähle? Ich hab letztens™ (ich glaub auf Spiegel Online) eine Seite gefunden, die genau diese Vorliebe bedient: hastdugewusst.de.
Diese Seite besteht aus nichts als einem täglich neuen Fakt, der (nach Ansicht der meisten Menschen) unnötig Platz im Kopf belegt, einer Möglichkeit, selber Wissen beizusteuern, und ein paar Links zu ein paar Schwesterseiten.
Ich bin Fan.