Die lieben Mitmenschen


Der Holger hat eine Serie angefangen, die bei mir in die Kategorie „will ich schon länger machen, tu es aber irgendwarum nicht“ fällt: bebildertes Auslassen über Leute mit eher eigenwilligem bis eigennützigem Parkstil. (An dieser Stelle wäre die grottenhäßliche, aber inhaltlich sehr schöne Seite kunstparker.de zu erwähnen). Ich denke, ich werde das dreist kopieren mich davon inspirieren lassen und auch gelegentlich das ein oder andere dazu schreiben.
Es gibt wenig, worüber ich mich (regelmäßig) aufrege. Vor allen Dingen sind das Radiowerbung, Politik(er) vom Schlage Koch, Schäuble und Beckstein und Ewigkeiten nach einem Parkplatz suchen zu dürfen, weil manche Zeitgenossen meinen, die weißen Linien auf dem Parkplatz wären lediglich Dekoration.

Und gelegentlich kann ich mich dann nicht zurückhalten, ein wenig Erziehungsparken zu betreiben.
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War eben im Obi.
Auf dem Parkplatz hat es doch tatsächlich jemand geschafft, nicht lediglich auf einem, sondern direkt auf zwei Behindertenparkplätzen zu parken. Ohne Ausweis im Fenster natürlich. Ganz großes Kino.

Aldi (Süd) hat jetzt auch eine tolle neue Kräutertee-Palette im Sortiment. Kann auch sein, dass es die schon ewig gibt; die sind mir jedenfalls heute zum erstenmal aufgefallen (Ich trink nur losen Tee udn kauf den im Laden, deswegen guck ich nie dahin). Das Heißgetränk erhält man in den großartigen Sorten:

– Fit und Aktiv *
– Fenchel-Anis-Kümmel
– Salbei-Vanille-Honig
und
Natur.

Da möchte man doch direkt wissen, woraus die ersten drei Sorten sind.
 
 
 
PS: Extrapunkte an alle, die wissen*, wo der Titel herkommt.

Heute hat jemand auf dem Klo geraucht. In der Uni.

=>Wie süchtig kann man eigentlich sein?
Dabei muss man sich doch wirklich armselig vorkommen.

Heute im Aldi.

Am Kassenband neben mir steht ein älteres Paar, dass das Rentenalter offensichtlich weit hinter sich gelassen hat.
Dahinter ein Typ, Ende 20, 1,90m groß, etwas schwer, lange Haare, Bomberjacke, darunter gut zu sehen ein T-Shirt mit einem umgedrehten Kreuz zwischen Flammen, einen Runenhammer um den Hals und weißen Flecktarnhosen. Der typische Rocker.

Zwei nicht ganz kompatible Bevölkerungsgruppen also.

Unser Rocker hat nur eine Flasche Fertig-Kaffee in der Hand.
Das Ömchen: „Och, ham Se nur so wenig? Gehen se doch vor.“
Rocker: „Oh, sehr gerne, Danke sehr“
Ömchen (mit Blick auf den Kaffee): „Müssen se heut noch zurückfahren?“

Von da an entwickelte sich ein höfliches, freundliches Gespräch.
Ein wenig hab ich mich für das anfängliche Klischeedenken ja doch geschämt.

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