The daily struggle


Wie ja kürzlich berichtet, war ich beim Orthopäden und hab Einlagen für meine Schuhe verschrieben bekommen, weil mein linkes Bein ne Ecke kürzer is als das rechte.

Jetzt hab ich die endlich mal abholen können (schon doof, wenn Öffnungszeiten vom Laden und Arbeitszeit eher inkompatibel sind) und hab jetz schöne birkenstockige Gedönse im Schuh. Wirklich bequem is das bisher nich. Zum einen haben die Dinger so einen „Hügel“ mittendrauf, der mit Sicherheit orthopädisch unheimlich sinnvoll, aber auch schwerst unangenehm is (der Sinn erschließt sich mir auch noch nicht ganz. „Der soll leiden!“ wird’s wohl nich sein).
Zum anderen fühlt es sich vor allem an, als würde man die ganze Zeit am Hang stehen.

Gewöhnungsbedürftig, das Ganze.

Der David hat heute seinen letzten Praktikumstag und zur Feier des Tages als Trauermahl Schokomuffins mitgebracht; serviert im schicken rosa Kleidchen (die Muffins, nicht der David). Hmm, lecker!

Muffin

 
(Ich werde das jetzt mal nicht als Bestechungsversuch für die Klausur werten)

Ich bin schwarzgefahren. (Oh nein!)

Allerdings nicht wirklich freiwillig.
Ich hatte kein Münzgeld dabei, und da die Stadtwerke Bonn es anscheinend immer noch für eine großartige Idee halten, Automaten aufzustellen, die keinerlei Möglichkeit bieten, sein Ticket mit Scheinen zu bezahlen, blieb mir nich viel anderes übrig, als halt ohne zu fahren.
Fand ich nicht angenehm. Man is ja an sich bestrebt, eher nicht die 40 Euro „erhöhtes Beförderungsentgelt“ abtreten zu dürfen. Daher guckt man an jeder Haltestelle, ob da nicht ne Kontrolleursbrigade bereit steht, um die Bahn zu entern, in welchem Falle man dann noch ob der frühzeitigen Entdeckung völlig selbstverständlich ich-muss-hier-eh-raus-mäßig aufstehen und aussteigen könnte. Entspannt war ich nich.

Es is nebenbei ziemlich mies, wenn man 6 Jahre lang nach Lust und Laune im VRS rumfahren durfte, und jetzt auf einmal für seine Tickets löhnen muss. Ich hab das auch noch nicht ganz raus, die Minute früher am Bahnsteig zu sein, um eine Beförderungsberechtigung zu erstehen.

Ich war heute zum ersten Mal in einem Bewerbungsgespräch.

So weit, so unbemerkenswert.
Allerdings war ich nicht der Bewerber, sondern saß auf Interviewer-Seite. Nette Konstellation. 😉

Zur Erklärung: wir hatten heute Bewerbungsgespräche mit meinen potentiellen zukünftigen Kolleginnen und Büromitbewohnerinnen. Ergebnis: beide sind sehr kompetent (weit mehr, als ich erwartet hab, vor allem was den VR-Teil angeht), und egal, wer von den beiden den Job kriegt, ich werd mein Büro mit einer (zumindest dem Anschein nach) sympathischen Person teilen.

Den Eindruck hab ich zumindest.

Schon zum zweiten Mal diese Woche: ich fahre bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel zu Hause los, und sobald ich über die Südbrücke bin, befinde ich mich in dickem, Siebengebirge-unsichbar-machendem, sonnenundurchlässigem Nebel.
 
 
Heute war’s zwar hinter Beuel wieder normal, vorgestern hat sich das bis zur FH gezogen.

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