Die lieben Mitmenschen


Die Finanzkrise scheint in der deutschen Automobilindustrie inzwischen auch schlimm zu wüten. Oder irgendjemand hat einen ganz schweren Minderwertigkeitskomplex.

Der Spiegel berichtet, dass VW inzwischen Zulieferern und Gästen, die nicht VW fahren, Hausverbot erteilt hat. Sprich: wenn z.B. ein Leuchtenproduzent sich Sprinter für seine Firmenflotte angeschafft hat, darf er damit nicht mehr bei VW anliefern. Ausnahme: Einmalige Gäste; die werden „freundlich darauf hingewiesen“, dass sie das nächste Mal vor verschlossenen Schranken stehen werden.

Argument dafür ist „Es ist doch ganz normal, dass wir mit denen Geschäfte machen wollen, die auch mit uns Geschäfte machen wollen.“ In anderen Worten: wir kaufen dir nur was ab, wenn du uns auch was abkaufst. Ja nee, is klar.

Mal davon abgesehen, dass gerade kleinste Mittelständer sich nicht zwangsweise mehrere Lieferwagen leisten können (man stelle sich vor, die anderen Autohersteller fingen auch noch damit an): ham die se noch alle?
Mir vermittelt das den Eindruck, dass die Vorstandsetage ihre Fahrzeuge für so wenig konkurrenzfähig hält, dass sie es nicht ertragen können, wenn jemand etwas anderes kauft.
 
 
Vielleicht gehen sie aber auch davon aus, dass die Notenbanken bald allesamt zusammenbrechen, und stellen sich schonmal auf steinzeitlichen Tauschhandel ein.
Man weiß es nicht.

Das kleine Schwesterlein im fernen Süden weist in ihrem Blog auf einen Kommentar in der Zeit bezüglich des BKA-Gesetzes hin.

Im Grunde kann ich diesem Artikel deutlich zustimmen. Aber:
Etwas, dass mich an dem Artikel (und an vielen weiteren) stört ist, dass stellenweise zu stark polemisiert und teilweise ohne Ahnung dahergeredet wird.
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…warum manche Menschen meinen, bei dem leisesten Anzeichen von Nebel ihre Nebelschlussleuchte anschalten zu müssen. Unter wieviel Realitätsverlust muss man leiden, um nicht auf die Idee zu kommen, dass, wenn man die Rücklichter des 200m entfernten Vordermannes ohne weiteres erkennen kann, es vielleicht nicht nötig bzw. sinnvoll ist, eine permanente Bremsleuchte anzuschalten?

Kann natürlich sein, dass die noch nie was davon gehört haben, dass man die erst bei unter 50 Meter Sichtweite einschalten soll. Für wahrscheinlicher halte ich es allerdings, dass sie die Entfernung falsch einschätzen. Die Begrenzungspfosten als Schätzhilfe zu nehmen scheint ja nicht allzu weit verbreitet zu sein, wie man an den Aufstellorten von Warndreiecken bei Pannen meist recht eindrucksvoll erkennen kann. Interessant, was manche Leute für 200 Meter halten.

Daher bin ich für das Aufstellen einer neuen Faustregel: Wenn du der Meinung bist, guten Gewissens schneller als 50km/h fahren zu können, dann brauchst du keine Nebelschlussleuchte.

…warum im Flugzeug immer alle Welt sich sofort abschnallen muss, sobald das Flugzeug den Taxiway berührt, und aufstehen, sobald die Maschine gerade so eben steht. Nur, um dann 5 Minuten stehenzubleiben, weil die Kabinentür noch nicht auf ist.
Als wenn es schneller ginge, wenn man schon mal im Gang steht; insbesondere, wenn man sich möglichst weit weg von jeglichen Türen befindet. Und ich glaube nicht, dass die alle dringend einen Anschluss kriegen müssen.

Meinen bisherigen Beobachtungen nach ist das übrigens nationalitätsunabhängig. Ich habe das von Nord-, Süd,- West- und Inseleuropäern gesehen, sowie von Mongolen, Amerikanern und Jordaniern.

In Bonn wird gebaut.
Soweit nichts neues, passiert hier ja an allen Ecken und Enden. Zum Beispiel soll aus dem Alten Stadthaus am Bottlerplatz ein „Haus der Bildung“ werden, ein durchaus unterstützenswertes Projekt. Allerdings setzt das eine gründliche Sanierung sowie einen Anbau voraus.
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